Publikationen

Global Dialogues

Redaktion

Die 'Global Dialogues' bilden den intellektuellen und interdisziplinären Austausch im Kontext des Kollegs und seiner Veranstaltungen ab. Sie beleuchten in der Regel Themen aus unterschiedlichen Perspektiven und richten sich an ein breites Fachpublikum.

ISSN 2198-1957 (Print)
ISSN 2198-0403 (Online)

Engaging Crimea and Beyond: Perspectives on Conflict, Cooperation and Civil Society Development

David Carment und Milana Nikolko (Hrsg.)

Global Dialogues 11, Duisburg 2016

Dieser Band der Global Dialogues fand seinen Anfang in einer zweitätigen Veranstaltung im Frühjahr 2015, organisiert vom Käte Hamburger Kolleg/Centre for Global Cooperation Research. Gemeinsam untersuchten eingeladene Wissenschaftler und politische Entscheidungsträgern aus der Krim, Russland, der Ukraine, Kanada und Deutschland, die aktuelle Situation auf der Krim, den Alltag in der Region, die gegenwärtigen und zukünftigen Beziehungenzwischen der Ukraine und Russland sowie die Rolle des Westens bei der Suche nach einer kooperativen Lösung für den Konflikt.

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Ends of Critique

Pol Bargués-Pedreny, Kai Koddenbrock, Jessica Schmidt, Mario Schmidt (eds.)

Global Dialogues 10, Duisburg 2015

Mit Beiträgen von Mario Schmidt, Jessica Schmidt, Kai Koddenbrock, Dimitris P. Sotiropoulos, Oliver Marchart, David Chandler und Pol Bargués-Pedreny

The workshop 'After Modernity into Complexity? Possibilities for Critique in an Age of Global Cooperation' and this global dialogue Ends of Critique originate in a diagnostic observation that all four editors share. It is an observation that awaits explanation in contemporary social sciences: in Germany and the Anglophone world, ‘critique’ seems to be everywhere but does not do anything. Playing around with a phrase from Bruno Latour, one might say that critique has run out of steam but is still running. [...] The Dialogue’s contributions aim to explore diverse vantage points for understanding this situation.

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Tafeln, teilen, trennen – Nahrung und Essen als Gaben

Claus Leggewie (Hrsg.)
Global Dialogues 9, Duisburg 2015

Mit Beiträgen von Harald Lemke, Sebastian Schellhaas / Mario Schmidt, Stephan Lorenz, and Christine Unrau

Die Einladung zum Essen ist eine verbreitete Form des Geschenks, mit dem man nicht nur etwas verausgabt, sondern auch etwas investiert und die Beschenkten zur Gegengabe verpflichtet. Zugleich stiftet das gemeinsame Essen etwas Drittes, Gemeinschaft, gleichsam als würde man den Anderen mit der einverleibten Speise in sich aufnehmen. Soziale Kooperationen wie diese hat der Soziologe Marcel Mauss in seinem immer wieder aufgegriffenen Essay über die Gabe beschrieben. Für ihn waren sie Kern einer Sozialität jenseits der individuellen Nutzenmaximierung. Der materielle Tausch ist Medium der symbolischen Herstellung und Festigung sozialer Beziehungen. Heute ist der Gabentausch in der Regel auf den ökonomischen Warentausch geschrumpft. Das hier dokumentierte Symposium des Käte Hamburger Kollegs und des Kulturwissenschaftlichen Instituts ist der Frage nachgegangen, welches Potenzial die Gabe des Essens hat, vor allem im Blick auf die globale Kooperation in der Weltgesellschaft. Dazu hat es sich mehreren Aspekten der Gabe des Essens aus unterschiedlichen Perspektiven gewidmet.

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Global Cooperation Through Cultural Diversity: Remaking Democracy?

Jan Aart Scholte (ed.)
Global Dialogues 8, Duisburg 2015

Dieses Special Issue innerhalb der Global Dialogues-Reihe berichtet von der Erforschung der Beziehung zwischen kultureller Diversität und demokratischer globaler Kooperation. Normalerweise werden kulturelle Unterschiede als Hindernis für eine demokratische Zusammenarbeit wahrgenommen. Aber können diese stattdessen nicht auch als Möglichkeit einer einerseits konstruktiven andererseits demokratischen globalen öffentlichen Ordnung gesehen werden? Um diese Möglichkeit auszuloten, versammelte das Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research (KHK/GCR21) in Zusammenarbeit mit dem Building Global Democracy Programm (BGD) eine Arbeitsgruppe von zehn Forschern mit Erfahrung in der Theorie und Praxis von Kulturpolitik. Im November 2013 kamen diese zu einem mehrtägigen Workshop in Duisburg zusammen. Die internationalen Experten, selbst eine Gruppe mit unterschiedlichen kulturellen und disziplinären Hintergründen, schlugen Transkulturalität als Alternative vor, um Vielfalt und Differenz als Vorteil für wirksame Antworten auf globale Probleme zu nutzen. Nicht überraschend, hat der Duisburger Dialog aber auch ergeben, dass Transkulturalität seine eigenen philosophischen als auch praktische Probleme birgt. Indem sowohl die Möglichkeiten als auch die Grenzen angesprochen werden, bietet dieser Global Dialogue, weitere Horizonte für demokratische globale Zusammenarbeit zu öffnen und die Diskussion darüber zu beleben.

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The Tunisian Constitutional Process: Main Actors and Key Issues

Mathieu Rousselin and Christopher Smith (eds.)
Global Dialogues 7, Duisburg 2015

Mit Beiträgen von Hamadi Redissi, Abderrahmen Yaalaoui, Elyes Bousbih, Markus Böckenförde, Mathieu Rousselin, Laura-Theresa Krüger und Edmund Ratka

Diese Ausgabe der 'Global Dialogues' vom Centre for Global Cooperation Research besteht aus fünf Artikeln, die die innerstaatlichen, internationalen, rechtlichen sowie wirtschaftlichen Auswirkungen von Religion und Politik im Kontext des post-revolutionären Tunesiens reflektieren. Herausgegeben von Mathieu Rousselin und Christopher Smith bietet diese multidisziplinäre Publikation sowohl normalen Betrachtern als auch Experten wesentliche, umfassende Erkenntnisse der Geschehnisse. Der Band ist Ergebnis eines 'Käte Hamburger Dialogue' und dem begleitenden Workshop, die im Mai 2014 in Duisburg stattfanden. Die Artikel knüpfen an die behandelten Themen beider Veranstaltungen an und fügen neue Aspekte hinzu.
(aus der Einleitung von Mathieu Rousselin und Christopher Smith)

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Global Cooperation in Transitional Justice: Challenges, Possibilities, and Limits

Noemi Gal-Or and Birgit Schwelling (eds.)
Global Dialogues 6, Duisburg 2015

Mit Beiträgen von Anne K. Krüger, Susanne Buckley-Zistel, Birgit Schwelling, Ignaz Stegmiller, Noemi Gal-Or, Joachim J. Savelsberg, Nicole Renvert und Radwan Ziadeh

Ruti Teitel definierte ‘transitional justice’ ursprünglich als ‘the conception of justice associated with periods of political change, characterized by legal responses to confront the wrongdoings of repressive predecessor regimes’ [...] Während ‘transitional justice’ zunächst Instrumente und Mechanismen, wie beispielsweise Gerichtsverfahren, Sicherheitsüberprüfung, Rückerstattung oder Entschädigung abdeckte, schließt es nun auch außergerichtliche Instrumente wie Entschuldigungen, Wahrheitskommissionen, 'healing circles' oder Formen der Erinnerung und des Gedenkens ein. In diesem Band beschäftigen sich die Autoren mit diesem weiten Begriff der 'transitional justice' unter Bezug auf Konzepte, Mechanismen und Instrumente, die von Gesellschaften, die aus Krieg oder repressiver Herrschaft hervorgehen, um mit den Folgen von Konflikten, Menschenrechtsverletzungen oder massenhaften Gräueltaten umzugehen. Wir verstehen 'transitional justice' als Ressource, um zu reparieren, was zerstört wurde <‘making whole what has been smashed’ (John Torpey)> mithilfe von Strafverfolgung und Bestrafung der Täter, so dass die Würde der Opfer der Gräueltaten wiederhergestellt wird und die Ungerechtigkeiten und Verletzungen, die sie erlitten haben, 'repariert' werden. (übersetzt aus dem Vorwort der Herausgeberinnen)

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Kooperation ohne Akteure? Automatismen in der Globalisierung

Claus Leggewie (Hrsg.)
Global Dialogues 5, Duisburg 2014

Mit Beiträgen von Claudia Liebrand, Theo Röhle, Christoph Lattemann, Birger P. Priddat, Hille Haker und Benjamin Seibel

Zusammenarbeit gilt als rationale und intendierte Strategie – die Kooperationspartner teilen bestimmte Interessen und einigen sich auf den besten Weg, diese zu verwirklichen. Aber was ist eigentlich mit den automatisierten Abläufen? Das Symposium des Käte Hamburger Kolleg „Global Cooperation in the 21st Century“ aus Anlass der Ruhrtriennale 2013 hat automatische, unbewusste und ungewollte Kooperationen hinter dem Rücken der Akteure zum Thema gemacht. Dazu gehören neben den sprichwörtlich gewordenen Marktmechanismen der „unsichtbaren Hand“ automatisierte Verrichtungen durch Roboter und Programme wie der Hochfrequenzhandel an den Börsen, aber auch schlafwandlerische Handlungen, Traumata und Psychopathologien des Alltagslebens und nicht zuletzt diverse „Vorsehungen“ und Prädestinationen. Können, wie Bernard Mandevilles Bienenfabel zeigen sollte, aus privaten Lastern öffentliche Vorteile werden?
Die Weltgesellschaft, eine Welt voller nicht-intendierter Folgen, dürfte von solchen Antrieben bewegt sein. Das Symposium hat sie mit Beiträgen aus diversen Disziplinen, der Kunst- und Theaterwissenschaft, der Ökonomie, der Psychoanalyse und der Informatik zu ergründen versucht. Die Beiträge der Autoren und Autorinnen, die zu diesem Anlass verfasst worden sind, werden hier zum Nachlesen und Weiterdenken veröffentlicht.

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A Multi-disciplinary Mosaic: Reflections on International Security and Global Cooperation

Markus Böckenförde (ed.)
Global Dialogues 4, Duisburg 2014

Mit Beiträgen von Siddharth Mallavarapu, Lothar Brock, Bernd Lahno, Noemi Gal-Or, Sarah van Beurden, Morgan Brigg, Jan Aart Scholte, Steven Pierce, Abou Jeng, Peter Thiery, Hung-jen Wang, Herbert Wulf, Dong Wang, Jaroslava Gajdošová, Birgit Schwelling, Stephen Brown, Mario Schmidt, Isaline Bergamaschi, Christian Meyer, Mathieu Rousselin, Margret Thalwitz, Gianluca Grimalda, Jessica Schmidt, Marlies Ahlert und David Chandler

"Internationale Sicherheit" ist ein Schlagwort, hinter dem sich die unterschiedlichsten Annahmen und Erwartungen verbergen. Einigkeit mag aber darüber bestehen, dass internationale Sicherheit nur gemeinsam zu erreichen ist, durch ein globales Miteinander. Je nach Region und inhaltlicher Perspektive gibt es unterschiedliche Ansichten darüber, welche Schritte der globalen Annäherung prioritär sind. Diese Ausgabe der Global Dialogues fängt die Gedanken von 25 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu dem Thema internationale Sicherheit und globale Kooperation ein. Die Autoren, aus fünf verschiedenen Kontinenten kommend und unterschiedliche Disziplinen vertretend, eint, dass sie im Jahr 2013 Fellows am Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research waren.

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Convivialist Manifesto A declaration of interdependence

With an introduction by Frank Adloff

Global Dialogues 3, Duisburg 2014

Übersetzt aus dem Französischen von Margaret Clarke

"Eine andere Welt ist nicht nur möglich; sie ist absolut notwendig. Und dringend. Aber wo fangen wir an, wenn es darum geht, die Form dieser neuen Welt zu umreißen und zu durchdenken? Das Konvivialistische Manifest möchte herausstellen, was die vielen Initiativen gemeinsam haben, die bereits dabei sind, diese neue Welt aufzubauen und es will die gemeinsame politische Philosophie verdeutlichen, die diesem Engagement zu Grunde liegt."

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Relational Sensibility and the 'Turn to the Local': Prospects for the Future of Peacebuilding

Wren Chadwick, Tobias Debiel, Frank Gadinger (eds.)
With contributions from Volker Boege, Morgan Brigg, David Chandler, Kai Koddenbrock, and Louise Wiuff Moe
Global Dialogues 2, Duisburg 2013

Diese Ausgabe der Global Dialogues präsentiert eine Sammlung kurzer Beiträge, die sich kritisch mit dem "local turn" in den gegenwärtigen Debatten um Peacebuilding auseinandersetzen und den zu beobachtenden Wandel in den Diskursen und Praktiken kritisch reflektieren. Die Beiträge beziehen sich auf konzeptionelle und methodologische Forschungsdiskussionen über diese Entwicklung, die bei einem Workshop des Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research im Mai 2013 stattgefunden und zu einer lebhaften Debatte über die forschungspraktischen Konsequenzen geführt haben. Die Autorinnen und Autoren versuchen in ihren unterschiedlichen Zugängen, den Herausforderungen einer geforderten "relationalen Sensibilität" in der Praxis des Peacebuilding zu begegnen. Dadurch soll die kritische Debatte fortgeführt werden, welche Formen des Engagements und der kulturellen Interaktion in Prozessen des Peacebuilding möglich sind und wie diese zukünftig gestaltet werden können.

Key words: Peacebuilding; liberal peace; agency; hybridity; non-linearity; new materialism; conflict resolution; indigenous peace-making.

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Artikel
Wren Chadwick/Tobias Debiel/Frank Gadinger
Editorial: The (Liberal) Emperor’s New Clothes? Relational Sensibility and the Future of Peacebuilding

Morgan Brigg
Relational Sensibility in Peacebuilding: Emancipation, Tyranny, or Transformation?

David Chandler
Relational Sensibilities: The End of the Road for ‘Liberal Peace’

Kai Koddenbrock
Strategic Essentialism and the Possibilities of Critique in Peacebuilding

Volker Boege
Peacebuilding on Bougainville: International Intervention Meets Local Resilience

Louise Wiuff Moe
Relationality and Pragmatism in Peacebuilding: Reflections on Somaliland

Provokation über Kreuz – Positionen zur Blasphemiedebatte

Claus Leggewie, Marcel Siepmann (Hrsg.)
Global Dialogues 1, Duisburg 2013

Lange nicht mehr hat ein Redebeitrag zur Religion so hohe Wellen geschlagen wie der Vortrag, den der Schriftsteller Martin Mosebach zum Thema „Wagnis Blasphemie“ im Rahmen des KHK/GCR21-Workshops "Free Speech. Redefreiheit in einer multikulturellen Welt" am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI)  gehalten hat. Bereits dort erntete er einige Kritik, aber auch Zustimmung. Die baldige Veröffentlichung in überregionalen Tageszeitungen löste dann eine tief schürfende Debatte in fast allen deutschen Qualitätszeitungen aus, die in diesem Band in Auszügen dokumentiert ist.

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Beiträge:

Vom Wert des Verbietens – Martin Mosebach
Triumph des Vulgärrationalismus – Navid Kermani
Beleidigung Gottes oder der Gläubigen? – Robert Spaemann
Bürgertugenden lassen sich nicht erzwingen –  Friedrich Wilhelm Graf
Lust auf Zensur – Ijoma Mangold
Staat hat nicht über Religion zu befinden – Claus Leggewie
We Respect the Believer – Brun-Otto Bryde
Faksimile einer Rede – Martin Mosebach

Martin Wolf
Leiter Öffentlichkeitsarbeit
+49 (0)203 29861-117
wolf@gcr21.uni-due.de

Tina Berntsen
Project Assistant
+49 (0)203 29861-116
berntsen@gcr21.uni-due.de