Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research

News

Neue Bündnisse für globale öffentliche Güter? Was aufstrebende Mächte von Deutschland und der EU erwarten

19.10.2014

In der Gegenwart ist die Allokation globaler öffentlicher Güter wie menschliche Sicherheit, Gesundheit und nachhaltiger Umwelt in vielen Regionen der Welt stark gefährdet. Einer der Gründe, warum die internationale Gemeinschaft nicht in der Lage ist adäquat zu reagieren, ist die Verschiebung der Machtverhältnisse in den internationalen Beziehungen. Das diffuse, multipolare System, in dem wir heute leben, führt zu Blockaden in wichtigen internationalen Verhandlungsprozessen. Wie kann internationale Handlungsfähigkeit zurückgewonnen werden? Und welche Rolle spielt die Etablierung neuer Koalitionen zwischen aufsteigenden und etablierten Mächten? Diese und viele weitere Fragen wurden im Rahmen des sef: Expert Workshops 2014: 'New Alliances for Global Public Goods? What emerging powers expect of Germany and the EU' am 9. und 10. Oktober in Berlin diskutiert. Circa 30 Interessens-vertreter und Forscher aus der ganzen Welt diskutierten über das Potenzial neuer Koalitionen.

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Die Inzestdebatte - Lektionen in der Förderung von Menschenrechten?

09.10.2014

Markus Böckenförde, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Kollegs und Senior Researcher, kommentiert im Rahmen der aktuellen Kolumne des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) die aktuelle Inzestdebatte in Deutschland und deren möglichen Implikationen für die internationale Kooperation. Ausgelöst wurde die Debatte durch den Vorschlag des Deutschen Ethikrats einvernehmlichen Beischlaf zwischen erwachsenen Geschwistern zu entkriminalisieren. In der Kolumne argumentiert Markus Böckenförde dass die erhitzten Reaktionen auf den Vorschlag des Ethikrats den anhaltenden und mühsamen Prozess der Anpassung tiefverwurzelter, kultureller Werte an eine Kultur der Menschenrechte unterstreichen würden. Die Tatsache dies in unserem Heimatland zu erleben, könnte zu einer Sensibilisierung unserer Aktivitäten im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit führen.

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Das konvivialistische Manifest – Für eine neue Kunst des Zusammenlebens

26.09.2014

Vierzig frankophone Intellektuelle einigen sich auf ein Manifest, das nichts Geringeres vorschlägt als einen neuen Humanismus.

Ein Personenkreis rund um den französischen Soziologen Alain Caillé, darunter die Philosophin Elena Pulcini (Alumni Senior Fellow des Kollegs), Eva Illouz, Chantal Mouffe, Hans Joas und Serge Latouche einigten sich in einem Zeitraum von anderthalb Jahren auf dieses Manifest, als Minimaldoktrin ihrer Forderungen und Perspektiven für die Zukunft. In Zusammenarbeit mit Claus Leggewie (Co-Direktor des Kollegs) und Frank Adloff (ebenfalls Alumni Senior Fellow) ist dieses Buch nun auf Deutsch übersetzt worden und im Transcript Verlag erschienen.

 

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"Es fehlt der Mut" - Allianz kleiner Inselstaaten übergibt Aktionsplan auf Klimagipfel der Vereinten Nationen

24.09.2014

Inselstaaten, die mit frühen und dramatischeren Auswirkungen des Klimawandels rechnen müssen, haben renommierte Klimaexperten und Wissenschaftler zusammengerufen, um auf dem Klimagipfel in New York konkrete und kurzfristig wirksame Lösungen vorzustellen. “Was fehlt, ist der Mut den Wandel tatsächlich herbeizuführen — und den müssen wir von den Mächtigen dieser Welt einfordern,” sagt Nauru’s Botschafterin, Marlene Moses, die Vorsitzende der AOSIS.

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Das Kolleg im Überblick

Das Käte Hamburger Kolleg „Politische Kulturen der Weltgesellschaft“ ist ein interdisziplinäres Zentrum für globale Kooperationsforschung (Centre for Global Cooperation Research) der Universität Duisburg-Essen. Es ist das jüngste von zehn Käte Hamburger Kollegs, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung als internationales geisteswissenschaftliches Forschungskolleg gefördert werden.

Das Kolleg sieht globale Kooperation als Schlüssel zur effektiven und legitimen Bearbeitung dringender transnationaler Probleme. Auf Grundlage eines interdisziplinären Forschungsprogramms untersuchen wir, wie kulturelle Prämissen und Dynamiken emergenter Global Governance-Strukturen zu globaler Kooperation beitragen können. Dabei fördern wir den Wissensaustausch zwischen unseren internationalen GastwissenschaftlerInnen, Praktikern sowie mit der interessierten Öffentlichkeit.