Carolina Aguerre nimmt an UNCTAD Workshop teil

KHK Senior Research Fellow Dr. Carolina Aguerre hat kürzlich an den Peer-Review-Sitzungen für die Ausgabe 2021 des Digital Economy Report DER der United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD) teilgenommen. Der Bericht, der alle zwei Jahre veröffentlicht wird, soll "die Auswirkungen der aufkommenden digitalen Wirtschaft auf die Entwicklungsländer im Hinblick auf Wertschöpfung und -erfassung untersuchen."

Die diesjährige Ausgabe wird im September veröffentlicht und konzentriert sich auf grenzüberschreitende Datenflüsse, ein Thema, das eng mit Dr. Aguerres Forschung am Zentrum verbunden ist. Um den Bericht zu erstellen, verfolgt die UNCTAD eine Peer-Review-Methode, bei der Experten auf dem Gebiet der Forschung zur digitalen Wirtschaft eingeladen werden, um die Punkte zu bewerten, die in der endgültigen Version erscheinen werden. Ein Entwurf wird an eine ausgewählte Gruppe geschickt, deren Kommentare und Kritik dann in einem geschlossenen Workshop vorgetragen werden. Aguerre leitete die Diskussion in einer Sitzung mit dem Titel "Mapping national policies on cross-border data flows".

"Ich hatte letztes Jahr ein Dokument ausgearbeitet, das nun für drei der Kapitel verwendet wurde", schreibt Dr. Aguerre. "Dieses Dokument war ein Input für den Bericht und wurde in verschiedenen Abschnitten eingefügt. Ebenso wird das Feedback anderer Experten eingebunden, das ist das grundlegende Vorgehen. Schließlich hat UNCTAD den Stift in der Hand und kontrolliert den endgültigen Bericht."

Aguerres Papier hat dazu beigesteuert, wie Fragmentierung im digitalen Raum in Bezug auf grenzüberschreitende Datenflüsse erfolgt. Der Schwerpunkt lag auf den wichtigsten nationalen und regionalen Politiken, die sich mit diesen Strömen befassen, mit besonderem Augenmerk auf der Beteiligung der lateinamerikanischen und karibischen Länder an handelsbezogenen Aktivitäten zu digitalen Themen.

 "Das Thema liegt nahe an meiner Forschungsagenda am Zentrum und ist ein kritischer Aspekt für globale Governance und Kooperation." Das Ausmaß, in dem sich Daten frei über Grenzen hinwegbewegen können, hat massive Konsequenzen für die Entwicklung sowie für die Sicherheit und Privatsphäre derjenigen, denen die Daten gehören. Datenbewegung in den Extremen (gesperrter inländischer vs. ungeregelter Austausch) riskiert entweder Stagnation und angespannte Entwicklung - besonders im Kontext von Pandemien - oder weit verbreiteten Missbrauch und illegale Aktivitäten.

"Eine komplexere Frage ist, wie man lokale Akteure in weniger entwickelten Ländern dazu bringen kann, einen Wert aus diesen Daten zu ziehen, ohne alles 'Big Tech' zu überlassen. Es ist problematisch - man möchte, dass die Daten geschützt, aber auch genutzt werden. Aufgrund des Designs des digitalen Ökosystems brauchen sowohl die Netzwerke als auch viele Plattformdienste Daten, um sich bewegen zu können, aber das hat Auswirkungen."

Dr. Aguerre hat den Workshop als sehr bereichernd empfunden. "Alle eingeladenen Teilnehmer haben Input geliefert. Es war eine sehr bereichernde Erfahrung, nicht nur für die UNCTAD, sondern für uns alle, die teilgenommen haben."