Pity and fear. Sentimental education and sentimental propaganda in the refugee crisis

Das Projekt konzentriert sich auf die Transformation von Emotionen als einen möglichen Weg zum gesellschaftlichen Wandel. Es wird untersucht, wie Emotionen im Kontext der "Flüchtlingskrise" geformt werden: Anti-Immigrationsaktivisten kehren zurück, um Angst (vor Verbrechen oder Identitätsverlust) als Legitimation ihres Aktivismus zu haben. Die Asylbewerber wiederum verlassen sich auf die Emotion des Mitgefühls. Beide Gruppen beziehen sich nicht nur auf diese Emotionen, sondern versuchen auch, sie in anderen zu wecken, z.B. durch Rhetorik, öffentliche Kunst oder Dokumentationen. Das Projekt zieht eine Bilanz dieser Versuche der sentimentalen Bildung (R. Rorty) und bewertet in einem zweiten Schritt deren normative Erwünschtheit.

Stichworte Flüchtlingskrise; moralische Revolutionen; sentimentale Bildung; Emotionen