(Dis)Order: Techniques, Power and Legitimacy in Polycentric Governing

Die Motivation für dieses Buchprojekt wird durch eine Frage hervorgerufen, die sowohl in ihrer Formulierung kompakt als auch in ihren Auswirkungen weitreichend ist: Wie werden wir heute regiert? Verbinden Sie sich mit dem Internet und kommunizieren Sie mit mehr als der Hälfte der Menschheit auf der ganzen Welt: Welche Regeln machen das möglich; wer beobachtet und zu welchem Zweck? Migrationsströme: Was reguliert, wenn überhaupt, das Chaos? Klimawandel: Wie wird er (miss-)gemanagt, von wem und warum? Friedensförderung: Wie kann man den Prozess vorantreiben, wenn scheinbar alle beteiligt sind und niemand das Sagen hat?

Die gleichen Fragen können auf das kulturelle Erbe, Bildungsstandards, Finanzstabilität, Gesundheitsversorgung, Arbeitsbedingungen, Forschungsevaluierung, sexuelle Sitten, Handelspolitik - ja, so ziemlich alles in der heutigen Gesellschaft - angewendet werden. Diese Fragen haben zu viel kreativem Denken über Disziplinen und Perspektiven hinweg geführt. Allerdings sind die verschiedenen Ansätze selten in ein wechselseitiges Gespräch miteinander geraten. Dieses Buch zielt darauf ab, einen solchen Dialog um den Kerngedanken des polyzentrischen Regierens sowie um spezifischere Themen wie Techniken, Macht und Legitimität zu schaffen. Das Kapitel unterscheidet vier große Ströme der Theorie des polyzentrischen Regierens: institutionell, sozial-legal, strukturell und relational. Diese vierfache Kategorisierung informiert auch die vierteilige Gliederung des Buches.

Schlüsselwörter Polyzentrisches Regieren, Macht, Legitimität, Techniken, Transdisziplinärer Dialog