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Nicht die Hölle: Was man vom Hamburger G20-Gipfel erwarten kann

4 Juli 2017. In einem Beitrag in der taz. die tageszeitung geben die beiden Co-Direktoren des Kollegs Claus Leggewie und Dirk Messner konkrete Ideen, wie multilaterale Kooperation wieder belebt werden kann: Die zentrale Frage für den kommenden G20-Gipfel sei, wie eine neue Finanzarchitektur geschaffen werden kann und wie diese den globalen Klimaschutz mitfinanzieren könnte. Dies bedarf massive Investitionen in Schlüsselindustrien des Wandels, Investitionen in Sozial- und Strukturpolitik, internationale Klimapolitik und nationale Nachhaltigkeitssteuern. Mit Blick auf den wachsenden Nationalismus könnten andere G20-Staaten die Rolle ausfüllen, die frühere Führungsnationen mit ihren "Our Country first"-Ideologien verloren haben. Dieser Gipfel könnte einen Wendepunkt bedeuten - gegen die gestrigen Autokrakten und Unilateralisten.

Claus Leggewie und Dirk Messner: "Nicht die Hölle: Was man vom Hamburger G20-Gipfel erwarten kann: eine entschiedene europäische Initiative für Nachhaltigkeit, Solidarität und Teilhabe", taz.de, 04.06.2017.

In Englisch:
Claus Leggewie und Dirk Messner: 'What we can expect from the Hamburg G20 Summit', T20 Germany Blog, 05.07.2017.

Deutsche Experten erwarten positive Signale auf dem G20-Gipfel

2. Juli 2017. Der diesjährige G20-Gipfel findet in einer Zeit hoher politischer Unischerheiten statt, in der unter anderem der Brexit, "Unsere Nation zuerst"-Ideologien, ein weltweiter Trend hin zu autokratischem Regieren, fortwährende Kriege oder auch die aktuelle diplomatische Krise am Golf globale Kooperation nahezu unmöglich erscheinen lassen. In einem gerade erschienenen Interview auf der größten englischsprachigen Newsseite Chinas, Xinhuanet, geben sich Dirk Messner, Co-Direktor des Kollegs, und Xuevo Gu, Direktor des Center for Global Studies Bonn, dennoch optimistisch: Gerade in diesen Zeiten könnten die G20 positive Signale für den Aufbau einer Kooperationskultur und die Stärkung eines fairen und inklusiven Multilateralismus senden.

'German experts expect positive globalization signals in G20', Interview mit Dirk Messner und Xuevu Gu auf Xinhuanet, 02.07.2017

Liberalismus vs. Populismus: Wettbewerb der Narrative

2. April 2017. In Zeiten wachsender populistischer Strömungen, Skepsis gegenüber politischen Eliten und "alternativen Fakten" geraten liberale und weltoffene Ideen zunehmend unter Druck. Wer hat die beste, die überzeugendste, die mächtigste Erzählung? Der Tagesspiegel berichtet nun über die zweitägige öffentliche Tagung "Wettbewerb der Narrative: Zur globalen Krise liberaler Erzählungen" in Berlin, die gemeinsam vom Goethe-Institut, der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Bund Deutscher Industrie (BDI) und dem Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research (KHK/GCR21) organisiert wurde. Über 200 internationale AktivistInnen, KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen diskutierten über die Rolle (il-)liberaler Narrative, Bilder und Symbole sowie politischer Erzählkunst.

"Erzählen um die Wette", Der Tagesspiegel, 02.04.2017

Kultur als Instrument des Dialogs unter den Völkern: Eine neue Rolle für die G7?

30. März 2017. Immer mehr rückt bei den Kämpfen und Anschlägen durch den Islamischen Staat oder anderen Terrororganisationen auch das Zerstören von Kulturgütern als Mittel kämpferischer Auseinandersetzung und Eroberung in den Vordergrund. Am 30. März 2017 trafen sich daher erstmals die G7-Kulturminister in Florenz, Italien. Im Fokus des ersten Gipfeltreffens stand der globale Kulturgüterschutz. Vor diesem Hintergrund sprach Dr. Jennifer Gronau, Alumni Postdoc Fellow des Kollegs, mit ZDF heute.de über die Versicherheitlichung von Kultur, der Möglichkeit einer Ahndung der Zerstörung von Kulturgütern als Kriegsverbrechen sowie über die zukünftige Rolle der G7 als tatsächliche "Wächterin demokratischer Werte", wie sie sich selbst einst bezeichneten.

"G7 kämpfen um Daseinsberechtigung", Interview mit Jennifer Gronau auf ZDF heute.de, 30.03.2017.

Grenzen hochziehen wäre Selbstmord aus Angst vor dem Tod

29. November 2016. Die Globalisierung wird sowohl von Rechts- als auch Linkspopulisten als Wurzel allen Übels kritisiert, sodass auch die Unterscheidung zwischen Linken und Rechten immer mehr verschwimmt und vielmehr zwischen "Globalisten" und "Territorialisten" unterschieden wird. Dabei hat die Globalisierung den Menschen viele Vorteile verschafft und ein Abschied von ihr wäre katastrophal, meint Claus Leggewie, Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) und Co-Direktor des Kollegs, im Tagesspiegel.

Claus Leggewie: "Globalisierungskritik und Populismus: Grenzen hochziehen wäre Selbstmord aus Angst vor dem Tod", Beitrag im Tagesspiegel, 25. November 2016.

Global Governance: Historisch beispiellos

24. November 2016. Nur internationale Kooperation kann heraufziehenden Krisen vorbeugen. Trotzdem scheint Global Governance in Form mulitilateraler Vereinbarungen durch souveräne Staaten mit bindenden Regeln für alle Beteiligten immer noch nicht so recht zu funktionieren. Dennoch sieht Dirk Messner, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU), Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik sowie Co-Direktor des Kollegs, in einem Interview mit Hans Dembowski in Development and Cooperation Chancen für einen Erfolg. Messner betont, dass Krisen stets der Motor menschlicher Zivilisation und von Veränderungsprozessen gewesen seien und dass wir durchaus bereits auf eine Reihe an Erfolgen von Global Governance blicken können.

Interview mit Dirk Messner: 'Global Governance: Historically unprecedented', D+C Development and Cooperation, 24 November 2016.

Pariser Klimaabkommen: Europa kann die Lücke füllen

22. November 2016. "Der Wahlsieg von Donald Trump kann die globale Klima- und Entwicklungspolitik auf Jahre lähmen. Doch ob es so kommt, liegt nicht nur an den USA", meint Dirk Messner, Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE), Co-Direktor des Kollegs und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung "Globale Umweltveränderungen" (WBGU). In seinem aktuellen Gastbeitrag in der Zeit Online spricht er über die Auswirkungen der Trump-Wahl auf aktuelle Herausforderungen der Weltpolitik. Dennoch könne die Trump-Wahl auch als Weckruf für Europa gesehen werden: Die Agenda 2030 und das Paris-Abkommen könnten Ausgangspunkte eines Modernisierungs-, Gerechtigkeits- und Friedensprojektes sein, und Europa könnte eine Strategie entwickeln, um internationale Partner dafür zu gewinnen. Die deutsche G20-Präsidentschaft in 2017 gewinne unter diesen Bedingungen eine ganz neue Bedeutung.

Dirk Messner: Europa kann die Lücke füllen, Zeit Online, 16. November 2016

Die transformative Kraft der Städte: Neues WBGU-Gutachten im Vorfeld der UN Habitat-Konferenz

5. Juni 2016. Das 21. Jahrhundert gilt als das Jahrhundert der Städte. Noch nie lebten so viele Menschen in urbanen Zentren, doch während sich dieser Trend weiter fortsetzt, sind Städte in ihrer heutigen Form gigantische Ressourcenfresser ohne ökologische Nachhaltigkeit. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU), darunter auch Dirk Messner, Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik und Co-Direktor des Kollegs, fordert daher in seinem neuen Gutachten mehr Verantwortung und Planungsfreiheit für die Städte der Welt. Diese Forderung erhält vor dem Hintergrund der im Oktober stattfindenden 3. UN Habitat-Konferenz in Quito, Ecuador, eine umso dringlichere Bedeutung.

WBGU Presseerklärung: "Der Umzug der Menschheit: Die transformative Kraft der Städte", 24. April 2016.

WBGU Report: "Der Umzug der Menschheit: Die transformative Kraft der Städte", Berlin 2016.

"WBGU-Gutachten über Riesenstädte: Der große Umzug in die Megastädte", taz.de, 1. Mai 2016.

"Habitat-Konferenz zur Zukunft der Städte: Der Umzug der Menschheit", Der Tagesspiegel, 1. Juni 2016.

Den menschlichen Faktor verstehen

21. April 2016. Klassische Theorien der Internationalen Beziehungen vernachlässigen den kooperativen Charakter des Menschen. Ein unzureichendes Verständnis der menschlichen Natur erschwert jedoch Kooperation im Rahmen einer Global Governance. Dieser menschliche Faktor ist Gegenstand des Bandes aus der Routledge Global Cooperation-Reihe, der von Dirk Messner und Silke Weinlich herausgegeben wurde, und jetzt von Hans Dembowski in der bekannten Development and Cooperation rezensiert wurde.

D+C Development and Cooperation, "Global Governance: Understanding the Human Factor", 21 April 2016.

Messner, Dirk und Weinlich, Silke (Hg.) (2016). Global Cooperation and the Human Factor in International Relations, London, New York: Routledge.

Europa muss Signale für globale Kooperation senden

11. Januar 2016. 2015 war ein bemerkenswertes Jahr mit einerseits vielen Krisen wie Ebola, Ukraine, Syrien, Islamistischer Terrorismus, zahlreichen Flüchtlingsbewegungen und einer neuen Rekordtemperatur der Erde. Andererseits war es auch ein Jahr mit beachtenswerten Erfolgen internationaler Verhandlungen, wie die Verabschiedung der Nachhaltigkeitsziele oder das Pariser Klimaabkommen verdeutlichen. Dirk Messner, Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik und Co-Direktor des Kollegs, geht in seinem Gastbeitrag auf Katoikas auf aktuelle Faktoren ein, die globale Krisen verschärfen, wie z.B. Armut, die Nichtbeachtung der planetaren Grenzen, transnationaler Terrorismus und das Erstarken von autoritären Nationalisten und Fremdenfeindlichen. Dabei wirft er auch einen Blick auf einen möglichen Globalisierungskompass, in dem Europa eine Schlüsselrolle einnehmen kann und sollte.

Dirk Messner, "Global crises, world views and crossroads", in KATOIKOS.eu, 11. Januar 2016.

Die Klima-Diktatur

10. Dezember 2015. Unter Klimaforschern gibt es auch einige wenige Kritiker, die ein großes Hindernis in der Bewältigung globaler Umweltprobleme in demokratischen Systemen sehen und Autokratien oder gar Diktaturen eine größere Handlungsmacht zusprechen. Was wir jedoch beobachten, sei kein Defizit der Demokartie, sondern eine Krise des Multilateralismus des UN-Systems, da gerade autokratische Staaten die multilateralen Verhandlungen immer wieder ins Stocken brächten, meint Claus Leggewie, Co-Direktor des Kollegs, im Nordwestradio. Je mehr Demokratie, desto besserer Klimaschutz lautet also seine Schlussfolgerung.

Claus Leggewie, "Die Klimadiktatur", Interview in Nordwestradio: Der gute Morgen, 10. Dezember 2015.

Neue Ziele für globale nachhaltige Entwicklung

6. August 2015. Dirk Messner, Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) und Ko-Direktor des Kollegs, ist überdies hinaus Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung zu "Globalen Umweltveränderungen". In einem aktuellen Video des Beirats formuliert Dirk Messner die planetarischen Leitplanken für eine langfristig nachhaltige, globale Entwicklung. Diese Leitplanken beziehen sich auf die jüngst veröffentlichten "Sustainable Development Goals" der Vereinten Nationen. Diese Richtlinien umfassen die Begrenzung der Erderwärmung auf 2°C bei gleichzeitiger Einschränkung der Ozeanversauerung, den Erhalt biologischer Vielfalt, das Stoppen der Land- und Bodendegradation, die Kontrolle der Risiken von langlebigen anthropogene Schadstoffe und die Begrenzung des Verlust von Phosphor,  welcher ein limitierender Faktor für die Nahrungsmittelproduktion ist.

WBGU-Vorsitzender Dirk Messner über die neuen Ziele für nachhaltige Entwicklung

Globale Herausforderungen können nur global gelöst werden

10. Juli 2015. Im Rahmen der Midterm Conference des Käte Hamburger Kolleg/Centre for Global Cooperation Research sprach Markus Böckenförde, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Kollegs, mit Deutschlandfunk über aktuelle Herausforderungen globaler Kooperation, die bevorstehende Weltklimakonferenz in Paris und die Rolle Chinas in der künftigen Weltordnung. Unter dem Titel "Global Cooperation: Can We Build on It?" brachte die internationale Konferenz über 100 WissenschaftlerInnen zusammen, um rückblickend als auch prospektiv die Arbeit des Kollegs und zukünftige Trends in der globalen Kooperationsforschung zu reflektieren.

Für weitere Informationen siehe Deutschlandfunk vom 09.07.2015 und die Veranstaltungsseite des Kollegs.

Eine gemeinsame, umfassende und konsistente EU Global-Strategie? Dirk Messner unterzeichnet ETTG Policy Statement

9. Juli 2015.  Federica Mogherini, Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik  bereitet bis Juni 2016 eine "globale Strategie" für die Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union vor. Ihr Bericht 'The European Union in a changing global environment' wurde letzte Woche im Schatten der Abstimmungen in Griechenland in Brüssel präsentiert. Seit der EU Sicherheits-Strategie von 2003 hat sich die strategische Umwelt der EU drastisch verändert, gerade deshalb ist eine "gemeinsame, umfassende und konsistente EU Global-Strategie" von Nöten. Mogherini's Präsentation des Berichts in der letzten Woche sollte einen "Reflexions-Prozess" anregen und löste unverzüglich ein eindringliches Statement der European Think Tank Group (ETTG) aus, der das German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE), eins der beteiligten Institute des Kollegs, angehört. 

In Anspielung an die Effizienz-Defizite, wird in dem gemeinsamen Statement beklagt, dass "Europas viele verschiedenen Interessen und Leistungsfähigkeiten, wiederholt als Barriere eines gemeinsamen Handels agiert haben". Das ETTG-Statement fordert einen "wahrhaft ganzheitlichen Ansatz" in der Europäischen Außen- und Sicherheitspolitik, sowie eine "die gesamte Bandbreite der EU Außen- und Innenpolitik übergreifende, konzertierte Aktion". Das vorsichtig formulierte Statement erachtet Europa immer noch als eine "enabling power in the world", welche sich durch seine "best practise" bei globaler Nachhaltigkeit und einem langfristigen Ansatz zu globalen, gemeinsamen Gütern, Gemeinwohl und Wohlstand, auszeichnet. Diese Position, so lässt sich das Statement lesen, wird nun auf die Probe gestellt. Die gezielte Zuordnung einer neuen EU-Strategie als "global" könnte, so lässt sich das Statement lesen, einen bestimmten systemischen Konflikt verschleihern: nämlich die zunehmend verschwimmende Grenze zwischen den Innen- und Außenbeziehungen Europas.

ETTG: Why Europe needs a global strategy (Euractiv Website)

Strategic Review:The European Union in a changing global environment

European Think Tank Group (ETTG)

German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE)

Die Manipulation der Diaspora aus politischen Kalkül trennt die Kandier anstelle sie zu einen, sagt David Carment

9. Juli 2015.  Diaspora-Gruppen, welche ein häufig debatiertes Thema am Kolleg darstellen, könnten in Kanada zukünftig zum Stimmenkauf instrumentalisiert werden, wie David Carment in Hinblick auf die letzten Aktionen der Harper-Regierung nahelegt. In 'Diaspora Politics: When domestic votes trump foreign policy' argumentiert Carment, dass eine solche Instrumentalisierung von Gruppen eine 'two-way street' darstelle: Diaspora-Gruppen betreiben Lobbying für die Außenpolitik des Gastlandes und die Regierung benutzt ihre auswärtigen Beziehungen und verwandte, symolträchtige Politiken um sich bei den Wählern beliebt zu machen.

David Carment, war bis Juni 2015 Fellow am Kolleg, und veröffentlichte seinen Kommentar auf Opencanada.org, einer offenen Plattform des The Canadian International Council (CIC). Er ist Herausgeber des Canadian Foreign Policy Journal.

'Diaspora Politics: When domestic votes trump foreign policy'

Stephen Brown nennt vertrauliches Memo "ziemlich schockierend"

15. Juni 2015. Ein Anruf von Radio Canada International erreichte Gastwissenschaftler Stephen Brown kürzlich in seinem Büro am Kolleg. Gefragt war Brown als Experte für internationale Entwicklung und Entwicklungszusammenarbeit. Anlass des Interviews war eine vertrauliche Notiz für Christian Paradis, Kanadas Minister für internationale Entwicklung, die der kanadischen Presse zugespielt worden war. In diesem Papier gibt die kanadische Regierung zu, dass ihr Beitrag zur internationalen Entwicklungszusammenarbeit wesentlich unzureichend bleibt. Weiterhin wird die Privatwirtschaft aufgefordert neue Initiativen zu unterstützen.

Das Dokument lässt nach Einschätzung von RCI auch erkennen, dass Ottawa nicht beabsichtigt, die Post 2015 Agenda zuhause einzuführen, jenes Nachfolgeprogramm zu den in Kürze auslaufendenden Millenium Entwicklungszielen, welches auf einem Umweltgipfel der Vereinten Nationen Ende September beschlossen werden soll.

Während die Vereinten Nationen für das Volumen der offiziellen Entwicklungshilfe die Zielmarke von 0,7% des Bruttonationaleinkommens (gross national income, GNI) vorgeben, gab die Organisation für Wirschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) kürzlich bekannt, dass Kanada im vergangenen Jahr lediglich 0,24% seines GNI für die ärmsten Länder vorgesehen habe, 0,27% in 2013.

Brown stellt diese Zahlen in einen Zusammenhang. "Kanada genoss großes Ansehen - sie galten als Vorbilder - nicht nur in dem, was sie auf Projektebene konkret umgesetzt haben sondern auch indem sie neue Wege beschritten haben, Entwicklungszusammenarbeit  neu zu denken, die Gleichberechtigung der Geschlechter zu unterstützen, auch Nichtregierungsorganisationen." Gefragt, wie Kanada nun dastehe im Lichte der jüngsten Enthüllungen, meint Brown, dass das Ansehen seines Landes "erheblich gesunken" sei. Nach jüngsten Zahlen der OECD befindet sich Kanada bei den Ausgaben für Auslandshilfe unmehr im unteren Drittel aller Geberländer.

(Mit Material von Caroline Arbour, RCI Radio Canada International)

Canada’s foreign aid spending is ‘relatively low’ and ‘declining’, concedes government (RCI)
(dort Link auf Audiodatei: Listen to the interview with Stephen Brown)

Dirk Messner eine gewichtige Stimme zu G7 und Klimawandel

10. Juni 2015. In einer Reihe von Statements und Interviews betonte Dirk Messner, Co-Director des Käte Hamburger Kollegs in Duisburg und Direktor des DIE in Bonn, die Bedeutung von wesentlichen Fortschritten auf den verschiedenen multilateralen Verhandlungsplattformen in diesem Jahr.

An dieser Stelle bieten wir eine Zusammenstellung in Form einer—nicht abschließenden—Liste mit Links zu den letzten Texten und Videos:

Zum G7-Gipfel

  • Claus Leggewie, Dirk Messner
    Ein Lob dem G-7-Gipfel! Was soll der Protest gegen Elmau? Etwas Weltregierung muss schon sein, DIE ZEIT, 6. Juni 2015
  • titel thesen temperamente (ARD)
    Dirk Messner: Expertenkommentar zu G7
  • Heute.de (ZDF)
    Dirk Messner: Kommentar zum G7-Gipfel
  • Radio Bremen
    Dirk Messner: Kommentar zum G7-Gipfel
  • Dirk Messner: Podumsdiskussion mit Melinda Gates auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag, Stuttgarter Zeitung 5. Juni 2015

Zum Klimawandel

  • Dirk Messner: zum Klimawandel auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag, Stuttgarter Zeitung, 5. Juni 2015
  • International Symposium on Climate Change (Euopean Space Agency), 29. Mai 2015
    Dirk Messner: Abschlussdiskussion

"Festung Europa" - Die Zugbrücke unten lassen

03. Juni 2015. Volker Heins, Leiter des Forschungsbereichs 2 'Globale Kulturkonflikte und transkulturelle Kooperation', Professor für Politische Theorie an der Ruhr Universität Bochum und außerdem Leiter des Forschungsbereichs "Transkulturalität' am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen, hat vor Kurzem ein Interview für das 3sat Kulturmagazin "Kulturzeit"gegeben. Im Interview schlägt Volker Heins eine verschobene Perspektive auf den Begriff "Festung Europa" vor: seiner Meinung nach sollte in diesem Zusammenhang der Schwerpunkt europäischer Governance nicht auf Abschottung sondern auf solidarischer und legaler Migrations-Regulation liegen. Ausgehend von dieser Prämisse könnte eine Seeblockade vor der lybischen Küste einen Anknüpfpunkt für eben jene legale und regulierte Migration darstellen. Diese Blockade würde außerdem die, aus dem unregierten Libyen stammenden, Formen illegaler Migration über das Mittelmeer verhindern, welche Heins als "Art von Sozialdarwinismus' bezeichnet und die seit dem Jahr 2000 bereits 23.000 Menschenleben kosteten.

'Seeblockade muss her!", 3sat: Kulturzeit, 03.06.2015

"Zusammenarbeit auf Augenhöhe"

30. Januar 2015. Dirk Messner vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik spricht mit der Frankfurter Rundschau über Armutsbekämpfung, die Arroganz der Geberländer und die Notwendigkeit des Klimaschutzes. Indische Wissenschaftler helfen Deutschland bei der Energiewende. Ein absurder Gedanke? Nein, sagt der Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) und Co Director des Kollegs, Dirk Messner. Die klassische Entwicklungshilfe, wie sie in den vergangenen 50 Jahren vom Westen praktiziert wurde, habe ausgedient. Die Globalisierung und insbesondere der Klimawandel erforderten eine völlig neue Form der Zusammenarbeit aller Staaten.

„Zusammenarbeit auf Augenhöhe“, Frankfurter Rundschau, 30.01.2015

Dirk Messner on the dynamics of global change

30. Januar 2015. In den letzten Jahren ist die Analyse neuer aufstrebender Mächte und einer sich verschiebenden Weltordnung zentraler Bestandteil des Studiums der Internationalen Beziehungen geworden. Während die Internationalen Beziehungen – mit dem Ziel, sich zu einer globalen Disziplin zu entwickeln – gerade erst angefangen haben, sich gegenüber nicht-westliche Perspektiven zu öffnen, haben globale Machtverschiebungen bereits zu einer Umstrukturierung der Global Governance-Architektur in großen Bereichen der politischen Realität und Praxis geführt. Dirk Messner zeigt anhand der internationalen wissenschaftlichen und technologischen Zusammenarbeit, wie weit globale Machtverschiebungen zu neue Formen der internationalen Zusammenarbeit führen müssen. Er argumentiert, dass Investitionen in die Schaffung von gemeinsamen Wissen und Wissensaustausch entscheidend sind. Messner weist auch auf die Vielzahl von sozio-technischer Aufgaben hin, die der Politik derzeit bevorstehen, insbesondere im Hinblick auf die Herausforderungen des Klimasystems.

Theory Talk #67: Dirk Messner on the dynamics of global change and the significance of international science and technology cooperation in the post-Western world, Theory Talks, 30.01.2015

"Charlie Hebdo" als Wendepunkt der Weltpolitik?

25. Januar 2015. „Paris 2015“ stand bis vor wenigen Tagen für die Klimakonferenz Ende dieses Jahres in Paris. Seit den terroristischen Attentaten auf Charlie Hebdo und einen jüdischen Supermarkt wird „Paris 2015“ zu einem Synonym für die Ängste vor einem weltweit um sich greifenden Dschihadismus. Die Attentate werfen viele innenpolitische Fragen auf; stellen jedoch auch eine Herausforderung für die Außenbeziehungen Europas dar, so Dirk Messner in einem Gastbeitrag in der Zeitung Die Zeit.

Dirk Messner: 'Dschihadismus: "Charlie Hebdo" als Wendepunkt der Weltpolitik?', Die Zeit (25.01.2015)

Der Gastbeitrag basiert auf Dirk Messner: 'Charlie Hebdo als Wendepunkt der Weltpolitik? Was Europa tun kann', Die aktuelle Kolumne, 21. Januar 2015, Bonn: German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE). Ein Download gibt es hier

Prof. Dr. Claus Leggewie

Eine Chance? - Globale Kooperation

Eine Kultur der Kooperation und gegenseitigen Anerkennung ist die Grundvoraussetzung für nachhaltiges und effektives Handeln angesichts dringender globaler Probleme. Dass der Mensch als „ultra-soziales Tier“ die Fähigkeit der Kooperation in die Wiege gelegt bekommt ist eine anthropologische Grundannahme, welche Claus Leggewie, Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts (KWI) und Co-Direktor des Käte Hamburger Kollegs / Centre for Global Cooperation Research ebenfalls teilt. Das Menschenbild des Homo Cooperativus stellt den Homo Oeconomicus, als kalkulierten und kurzfristigen Nutzenmaximierer in seiner Totalität in Frage, ohne jedoch die Motivation des Eigennutzes per se zu verneinen. Es wird vielmehr von einer motivationalen Heterogenität ausgegangen, welche auch und vor allem Gegenseitigkeit und Vertrauen beinhaltet. Im Verlauf des Interviews beschreibt Claus Leggewie die Chancen und Herausforderungen der Kooperationsforschung: diese liegen in der wissenschaftlichen Reflektion der, mit der Globalisierung exponentiell zunehmenden, relationalen Interdependenzen, vor allem mit der Zielsetzung der Stärkung menschlicher, kooperativer Anlagen z.B. durch gezielte Institutionalisierung oder Sichtbarmachung von Kooperation.

Interview with Claus Leggewie beim "Philosophischen Radio"; 21.11.2014, WDR5

Tobias Debiel über Krieg in Europa und im Nahen Osten, Waffenlieferungen und die demokratischen Bedingungen für Frieden

Tobias Debiel, Direktor des Centre for Global Cooperation Research (KHK/GCR21) und ebenfalls Direktor des Instituts für Entwicklung und Frieden, spricht in einem Interview mit den “Ruhrnachrichten” über die Gefahren eines zweiten Kalten Kriegs, Waffenlieferungen als ein Symptom von Kurzsichtigkeit und politischer Hilflosigkeit und die demokratischen Bedingungen für Frieden. Im Verlauf des Interviews spricht Tobias Debiel verschiedene dringliche Themen an, z.B. den, seiner Meinung nach, de facto Kriegszustand in Europa, das Erreichen von Frieden und Demokratisierung in anderen Regionen der Welt, die wichtige Rolle der Diplomatie, die abnehmende Bedeutung der United Nations, und natürlich, Kooperation. 

Ruhrnachrichten.de, 01.09.2014

Wie kann globale Nachhaltigkeit gelingen? Eine Strategie für globale Entwicklung

Der Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) in Bonn und Co-Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung für globale Umweltveränderungen (WBGU) hat sich mit einem systematischen Strategiepapier zur deutschen Außenpolitik zu Wort gemeldet.
Ausgehend von der zentralen Überzeugung, dass globale Interdependenzen Machtwirkungen entfalten, die nur kooperativ gestaltet werden können, fordert das Strategiepapier einen langen Atem jenseits durchaus als notwendig erachteter "Ruck-Reden" und jenseits auch einer gerade in der aktuellen Situation allzu naheliegenden Verengung auf sicherheitspolitische Aktualitäten. Schritte eines 'transformativen Pragmatismus' seien demgegenüber nötig, ein gestaltendes, technisch konzeptionelles Vermögen, grundlegend motiviert durch die Erkenntnis, dass Zusammenarbeit über die vertrauten Identitätsgrenzen hinweg für ein nachhaltiges und erfolgreiches Management globaler Zusammenhänge notwendig ist und sein wird.

Konkret könne eine deutsche Strategie für globale nachhaltige Entwicklung vier Komponenten umfassen: 

1. Eine wirksame Energieaußenpolitik
Hier erneuert Messner die Ansatz eines 'transformativen Energiewende-Clubs' ambitionierter Länder zur Beschleunigung des notwendigen Wandels;

2. Transformationsallianzen für ein nachhaltiges Management urbaner Prozesse
Messner betrachtet die globale Entwicklung von Mittelschichten im Zusammenhang mit dem demografischen Trend einer dramatisch zunehmenden Metropolisierung und der damit einhergehenden Energieeffizienzproblematik als Ausgangspunkt für Innovationspfade, von denen die deutsche und europäische Wirtschaft in besonderem Maße profitieren kann.

3. Die globale Organisation von Wissen
Messner spricht von einer neuen "Außenwissenschaftspolitik" und fordert Wissenskooperationen, wie sie etwa die Weltbank als Teil ihrer Zukunftsstrategie definiert habe. Deutschland könne "ein zentraler globaler Knoten in den Wissensgebieten [...] werden, die sich mit globalen Nachhaltigkeitsfragen beschäftigen".

4. Die Differenzierung von Stategien der Entwicklungskooperation
Hier unterscheidet der Autor "Zwischengesellschaften", die sich weder den Schwellenländern noch der Gruppe der fragilen Staaten zurechnen lassen und meint, hier gehe es ungeachtet der notwendigen Forderung nach qualitativem Wachstum und Begegnung auf Augenhöhe "auch um Quantitäten und reale Investitionen".

Dirk Messner, Wie kann globale Nachhaltigkeit gelingen? Eine Strategie für globale Entwicklung(12. Juni 2014), in Review 2014 – Außenpolitik Weiter Denken

v.l.n.r.: Peter Lemke (WBGU-Mitglied), Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, Dirk Messner (WBGU-Vorsitzender; Co-Direktor des Käte Hamburger Kollegs / Centre for Global Cooperation Research, KHK/GCR21), Sabine Schlacke (WBGU-Mitglied) / Foto: WBGU

Armut bekämpfen – durch Umweltschutz!

Berlin, den 4. Juni 2014. Umweltschutz und Armutsbekämpfung sind kein Widerspruch, im Gegenteil: Maßnahmen zur Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen sind nicht nur Voraussetzung, sondern können auch zum Motor von Wohlstandszuwächsen bei den unteren Einkommensgruppen der Welt werden. Allerdings können diese Maßnahmen nicht von den Armen selbst finanziert werden.  Zu diesen Schlüssen kommt der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) in dem Politikpapier „Zivilisatorischer Fortschritt innerhalb planetarischer Leitplanken – Ein Beitrag zur SDG-Debatte“. Die nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) sollen im kommenden Jahr die Millenniumentwicklungsziele der Vereinten Nationen ablösen und prägen somit weltweit die Debatten zur Entwicklungspolitik. Ein Politikpapier zu dieser Thematik wurde heute der Bundesregierung übergeben. (Aus: WBGU Pressemeldung)


WBGU Pressemeldung

WBGU Politikpapier herunterladen 

Herbert Wulf

Alumni Fellow Herbert Wulf über die schwierigen und komplexen Beziehungen der BRICS-Staaten Indien und China

Alumni Senior Expert Fellow Prof. Dr. Herbert Wulf, zurzeit Senior Fellow am Bonn International Center for Conversion (BICC) und Adjunct Senior Researcher am Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) der Universität Duisburg-Essen, analysiert in seinem Beitrag für den Blog des International Network for Economics and Conflict, die komplexen internationalen Beziehungen zwischen Indien und China. Wulf  ordnet diese Beziehungen in drei Dimensionen ein, „die drei K's“: Konflikt, Konkurrenz und Kooperation. Ausgehend von den ambivalenten Beziehungen beider Länder kommt Wulf zu dem Schluss, dass zum einen aufgrund bereits bestehender Kooperationskulturen, die Chance für eine Intensivierung erfolgreicher und nachhaltiger Kooperation durchaus besteht. Die daraus erwachsenden ökonomischen und politischen Vorteile wären nicht nur bilateraler Natur, sondern könnten für Asien, wenn nicht das gesamte globale System von Nutzen sein. Zum anderen konstatiert Wulf ein ausgeprägtes Konfliktpotential und einen andauernden, ökonomischen und territorial-politischen Machtkampf zwischen beiden Staaten. Auch wenn China im Moment mächtiger als Indien erscheint, könnte sich die (demokratische) Entwicklung Indiens langfristig als effizienter und nachhaltiger erweisen.

Wulf, Herbert: "China, India and the three Cs", Post vom 6. März 2014 (der Post ist veröffentlicht als Teil der Zusammenarbeit zwischen SIPRI und Economists for Peace and Security (EPS)).

Dirk Messner

"Kooperation ist die Mutter menschlicher Zivilisation."

Professor Dr. Dirk Messner, Co-Direktor des Kollegs und Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) und Dr. Alejandro Guarín (DIE) in der Frankfurter Rundschau zum Thema: "Zusammenarbeit ist menschlich". Die Prämisse ist, dass Interessenskonflikte den globalen Gemeinschaftsinteressen, wie der Bekämpfung des Klimawandels, im Wege stehen. Der Übergang von der G-8-Welt in die G-20-Welt führt defacto zu einer G-0-Welt, so Guarín und Messner. Andere Disziplinen als die Internationalen Beziehungen sehen jedoch Kooperation als Motor zivilisatorischer Entwicklung.
Ein Statement gegen den verbreiteten Kooperationspessimismus in den Internationalen Beziehungen.

Frankfurter Rundschau, 04.02.2014 (Deutsch)

Hier steht das Research Paper von Dirk Messner, Alejandro Guarín und Daniel Haun zum Download.

Siddharth Mallavarapu

"Theory Talk" mit Siddharth Mallavarapu - Wie international sind die "International Relations"?

Alumni Senior Fellow Dr. Siddharth Mallavarapu in einem Interview über internationale Asymmetrien, Ethnozentrismus und eine indische Perspektive auf IR. Siddharth Mallavarapu redet über problematischen Provinzialismus in IR Theorien und wie Wissenschaftler aus dem "Global South"  ihm entgegentreten.

theory-talks.org 09.02.2014 (English)

Dirk Messner

Menschen kooperieren gerne

In „Politikum – Das Meinungsmagazin“ des Radiosenders WDR 5 äußert sich Professor Dr. Dirk Messner, Co-Direktor des Kollegs und Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE), über die Faktoren erfolgreicher Kooperation und die Zukunft der Entwicklungspolitik. Warum misslingt globale Kooperation so häufig, obwohl Probleme wie Klimawandel und Finanzkrise so offensichtlich und dringlich sind?

Silke Weinlich

Die VN - ein Auslaufmodell?

Mit dem Beginn ihrer 68. Generalversammlung rücken die Vereinten Nationen (VN) wieder in den Blick der Weltpolitik. Doch dringende Entscheidungen können nicht immer in den VN erreicht werden oder werden auch mal an den VN vorbei entschieden. Silke Weinlich, Leiterin des Forschungsbereichs 1 "Die (Un-)Möglichkeit von Kooperation" am Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research, erklärt im Interview mit heute.de warum wir die globale Kooperation innerhalb der VN dennoch brauchen.

ZDF heute.de, 24.09.2013

Dirk Messner

WAS TUN? Antworten für die Zukunft!

In der Sendereihe „WAS TUN“ antwortet Professor Dr. Dirk Messner, Co-Direktor des Centre for Global Cooperation Research und Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE), im Interview mit Arte auf diese Frage.  In dem 13-minütigen Interview spricht Prof. Messner über die Bedeutung von Global Governance, geteiltes Wissen, Kooperation und Kreativität. Ein spannender Denkanstoß, der dazu auffordert, in unserer heutigen Welt Kants kategorischen Imperativ global zu denken.

Video, ARTE Future (13min.)

Kooperation erforschen

Schon zweijährige Kinder können gemeinsam handeln, um ein Ziel zu erreichen. Auch Affen agieren miteinander, um an die Bananen zu kommen. Wenn Kooperation also in unseren Wurzeln angelegt ist, müsste das doch auch unter Erwachsenen gehen. Oder zwischen Ländern, über Kontinente hinweg. Die Chancen globaler Kooperation im 21. Jahrhundert erforscht für die nächsten sechs Jahre das Center for Global Cooperation Research, (GCR) auch Käte Hamburger Kolleg genannt. Gestern feierte es seinen Start als Forschungszentrum in der Küppersmühle.

WAZ, Duisburg, 30.10.2012 (German)

Ruhrtriennale 2012: Eine Kooperation zwischen Kunst und Wissenschaft

Was das KWI und das Käte Hamburger Kolleg zur Triennale beizutragen haben

Interdisziplinäre Wissenschaft trifft Theaterwissenschaft trifft Künstler. Der Workshop "Beispiele gelingender Kooperation (1) - Künstlerische Praxis und Improvisation" war der Teil der Ruhrtriennale, bei dem über die Übertragbarkeit von künstlerischen in gesellschaftliche Prozesse diskutiert wurde. Proben, Präsentationen und die Arbeit von Künstlern wie Cage, Goebbels, Bausch und vielen anderen dienten dabei als Beispiel. Der Artikel gibt Einblicke hinter die Kulissen von dieser interessanten Mischung von Kunst und Wissenschaft.

Labkultur.tv, 30.08.2012

Wir können nur durch Kooperation überleben

Umweltzerstörung, Protektionismus, Euro-Krise: Sind wir alle nur nutzenmaximierende Egoisten? Was hindert uns daran, die Probleme der Globalisierung zu lösen, fragen Dr. Alejandro Guarin und Prof. Dr. Dirk Messner vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik und Dr. Silke Weinlich vom Käte Hamburger Kolleg „Politische Kulturen der Weltgesellschaft" in ihrem Gastbeitrag.

ZEIT ONLINE, 10.06.2012

Der Kapitalismus ist reformierbar - Interview mit Timothy Garton Ash

Der britische Historiker Timothy Garton Ash spricht über die Dummheit
der Finanzmärkte, den ewigen Wunsch der Jugend nach Veränderung und die größte existenzielle Krise in seinem Leben - die Krise Europas. Das Interview wurde im Anschluss an die Käte Hamburger Lecture „Can (and should) there be norms for freedom of expression” mit Ash am 11. Juni 2012 in Essen durchgeführt.

Frankfurter Rundschau Online, 2.7.2012

Martin Mosebach gegen Gotteslästerung

Kritiker sehen durch den „Gotteslästerungsparagrafen“ die Meinungsfreiheit und die Freiheit der Kunst gefährdet: Büchnerpreisträger Martin Mosebach sieht das anders. Der Staat habe die Pflicht, „Gott vor Schmähung zu bewahren“ und verweist auf den Gottesbezug in der Präambel des Grundgesetzes. Aus Anlass eines Internationalen Workshops des Käte Hamburger Kollegs / Centre for Global Cooperation Research über „Redefreiheit in einer multikulturellen Welt“ am Kulturwissenschaftlichen Institut (KWI) Essen sprach der Büchnerpreisträger über Blasphemie, die Kunst und ihre Grenzen.

Kölner Stadtanzeiger, 18.6.2012

Globale Probleme und ihre Lösung

Das Centre for Global Cooperation Research hat sein neues Domizil im H2Office am Innenhafen bezogen. Trotz der reduzierten Einrichtung ist das 27-köpfige Team des Käte Hamburger Kollegs kürzlich in seine neue 1000 Quadratmeter große Heimat mitten in Duisburgs Wasserviertel gezogen und hat seine Arbeit aufgenommen. Aber worin besteht die Arbeit der vorrangig Sozial- und Geisteswissenschaftler überhaupt? „Politische Kulturen der Weltgesellschaft: Chancen globaler Kooperation im 21. Jahrhundert“ heißt der sperrige Titel, der über allem steht. Was das bedeutet wird im Gespräch mit Markus Böckenförde, dem wissenschaftliche Geschäftsführer, auf den Grund gegangen.

WAZ, Duisburg, 5.6.2012

Uni-Kolleg zieht in den Duisburger Innenhafen

Die Universität Duisburg-Essen zeigt Flagge im Innenhafen. Im H2O-Gebäude bezieht das neue internationale geisteswissenschaftliche Kolleg „Politische Kulturen der Weltgesellschaft“ demnächst 25 Räume. Das Bundesforschungsministerium unterstützt das Kolleg mit 13 Millionen Euro. Uni-Rektor Ulrich Radtke nahm den Förderbescheid gestern in Duisburg entgegen.

WAZ, Duisburg, 24.2.12

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