Ends of Critique

Pol Bargués-Pedreny, Kai Koddenbrock, Jessica Schmidt, Mario Schmidt (eds.)

Global Dialogues 10, Duisburg 2015

DOI: 10.14282/2198-0403-GD-10

Abstract

Mit Beiträgen von Mario Schmidt, Jessica Schmidt, Kai Koddenbrock, Dimitris P. Sotiropoulos, Oliver Marchart, David Chandler und Pol Bargués-Pedreny

Der Workshop 'After Modernity into Complexity? Possibilities for Critique in an Age of Global Cooperation' und dieser Global Dialogue 'Ends of Critique' haben ihren ursprung in einer diagnostischen Beobachtung, die alle vier Herausgeber teilen. Es ist eine Beobachtung, die in den zeitgenössischen Sozialwissenschaften Erklärung bedarf: in Deutschland und der anglophonen Welt, scheint ‘Kritik’ überall zu sein, jedoch ohne etwas zu tun. In Anlehnung an Bruno Latour könnte man sagen, dass Kritik die Puste ausgegangen ist, aber immer noch läuft. [...] Die Beiträge in diesem Band zielen darauf ab verschiedene Ausgangspunkte zu untersuchen, um diese Situation zu verstehen.
Die Autoren geben nicht vor ihre Argumente säuberlich zu überprüfen, wie sie es in bedeutenden Zeitschriften gezwungen sind. Der Leser wird keine langweiligen Literaturbewertungen, lange Bibliographien und allzu künstliche Höflichkeit vorfinden. Wir nehmen an, ein Dialog ist ein direkter und polemischer Kampf mit dem Gesprächspartner sowie mit dem diskutierten Problem. Wir glauben sogar, dass nur durch das miteinander argumentieren wird das Problem Form annehmen und sichtbar werden. Als Ganzes genommen, zeigen die Beiträge, dass ein multi-perspektivischer Frageansatz - wie sollte er nicht - zu vielfältigen Einstiegspunkten in die Diskussion führt.
Das Band ist in zwei Abschnitten geteilt, die durch ein Intermezzo geteilt sind. Die zwei Abschnitte ‘Thought and Critique: Fun vs. Responsibility’ und ‘Society and Critique: Overcoming Anti-Foundationalism’ beinhalten drei kurze Beiträge, die sich um ähnliche Probleme kreisen und sich aufeinander beziehen. Das ‘Intermezzo’ bietet eine sehr aktuelle Skizze von der Finanzideologie mit unmittelbarer Bedeutung für die aktuellen Euro-Krise und die Position Griechenlands in ihr. Es ist zwischen den mehr theoretischen Teilen platziert als Erinnerung an das kritische Potential von empirisch sensibler aber theoretisch inspirierter Forschung. 

(Übersetzung aus der Einleitung der Herausgeber)

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