Kooperation ohne Akteure? Automatismen in der Globalisierung

Claus Leggewie (ed.)

With contributions by Claudia Liebrand, Theo Röhle, Christoph Lattemann, Birger P. Priddat, Hille Haker, and Benjamin Seibel

Global Dialogues 5, Duisburg 2014

DOI: 10.14282/2198-0403-GD-5

Abstract

Zusammenarbeit gilt als rationale und intendierte Strategie – die Kooperationspartner teilen bestimmte Interessen und einigen sich auf den besten Weg, diese zu verwirklichen. Aber was ist eigentlich mit den automatisierten Abläufen?
Das Symposium des Käte Hamburger Kolleg „Global Cooperation in the 21st Century“ aus Anlass der Ruhrtriennale 2013 hat automatische, unbewusste und ungewollte Kooperationen hinter dem Rücken der Akteure zum Thema gemacht. Dazu gehören neben den sprichwörtlich gewordenen Marktmechanismen der „unsichtbaren Hand“ automatisierte Verrichtungen durch Roboter und Programme wie der Hochfrequenzhandel an den Börsen, aber auch schlafwandlerische Handlungen, Traumata und Psychopathologien des Alltagslebens und nicht zuletzt diverse „Vorsehungen“ und Prädestinationen. Können, wie Bernard Mandevilles Bienenfabel zeigen sollte, aus privaten Lastern öffentliche Vorteile werden?
Die Weltgesellschaft, eine Welt voller nicht-intendierter Folgen, dürfte von solchen Antrieben bewegt sein. Das Symposium hat sie mit Beiträgen aus diversen Disziplinen, der Kunst- und Theaterwissenschaft, der Ökonomie, der Psychoanalyse und der Informatik zu ergründen versucht. Die Beiträge der Autoren und Autorinnen, die zu diesem Anlass verfasst worden sind, werden hier zum Nachlesen und Weiterdenken veröffentlicht.
(Aus der Einleitung von Claus Leggewie)

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