Tafeln, teilen, trennen – Nahrung und Essen als Gaben

Claus Leggewie (ed.)

Global Dialogues 9, Duisburg 2015

DOI: 10.14282/2198-0403-GD-9

Abstract

Die Einladung zum Essen ist eine verbreitete Form des Geschenks, mit dem man nicht nur etwas verausgabt, sondern auch etwas investiert und die Beschenkten zur Gegengabe verpflichtet. Zugleich stiftet das gemeinsame Essen etwas Drittes, Gemeinschaft, gleichsam als würde man den Anderen mit der einverleibten Speise in sich aufnehmen. Soziale Kooperationen wie diese hat der Soziologe Marcel Mauss in seinem immer wieder aufgegriffenen Essay über die Gabe beschrieben. Für ihn waren sie Kern einer Sozialität jenseits der individuellen Nutzenmaximierung. Der materielle Tausch ist Medium der symbolischen Herstellung und Festigung sozialer Beziehungen. Heute ist der Gabentausch in der Regel auf den ökonomischen Warentausch geschrumpft. Das hier dokumentierte Symposium des Käte Hamburger Kollegs und des Kulturwissenschaftlichen Instituts ist der Frage nachgegangen, welches Potenzial die Gabe des Essens hat, vor allem im Blick auf die globale Kooperation in der Weltgesellschaft. Dazu hat es sich mehreren Aspekten der Gabe des Essens aus unterschiedlichen Perspektiven gewidmet.

Mit Beiträgen von Harald Lemke, Sebastian Schellhaas / Mario Schmidt, Stephan Lorenz und Christine Unrau

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