Conceptualising Local Ownership as ‘Reflexive Cooperation’: The Deferral of Self-government to Protect ‘Unequal’ Humans?

Pol Bargués-Pedreny

Global Cooperation Research Papers 11, Duisburg 2015

Stichwörter: Peacebuilding, local ownership, self-government, hybridity, reflexive cooperation

DOI: 10.14282/2198-0411-GCRP-11

Abstract

Dieses Paper analysiert, wie das Konzept “lokales Ownership” in politischen Rahmenbedingungen des Peacebuildings seit den späten 1990ern verwendet wird. Es identifiziert das Paradoxon, welches zwischen der zunehmenden Bereitschaft liegt, Ownership an lokale Bevölkerung zu übertragen und der ebenfalls expliziten Annahme, dass Selbstbestimmung und Selbstverwaltung in Demokratisierungsprozessen und Post-Konflikt-Situationen vermieden werden müssen.
Es wird argumentiert, dass die Untersuchung dieses Paradoxons wichtig ist, da die Tatsache, dass Ownership und Selbstverwaltung gegensätzliche Konnotationen in den gegenwärtigen Peacebuilding Frameworks aufweisen, in der Literatur nicht als widersprüchlich wahrgenommen wird.
Anstatt als eine Strategie für die Eingrenzung eines nicht zu vereinbaren Paradoxons gesehen zu werden, wird lokales Ownership als Konzept beschrieben, welches zwei grundsätzliche Probleme internationaler Governance-Konfigurationen gleichzeitig löst: es begrenzt das Eingreifen internationaler Administratoren in nationalen Angelegenheiten und vermeidet das Risiko, zu viel Verantwortung an lokale Autoritäten abzugeben. So wird das Konzept von Ownership also in den hier analysierten Diskursen im Peacekeeping als durchweg progressive Strategie interpretiert. Das Paper hingegen resümiert, dass das Konzept von Ownership nur von geringem Wert für Post-Konflikt-Gesellschaften war und stellt darüber hinaus fest, dass das Konzept die moralische und politische Autonomie lokaler Gesellschaften ablehnt. Diese Ablehnung, getarnt unter einem Diskurs, der verspricht Unterschiede anzunehmen, ist insbesondere fehlerhaft, weil sie permanent die Gleichheit zwischen den von internationaler Seite beobachteten Gesellschaften und allen anderen souveränen Nationen auf Dauer hinauszögert.

Der Autor

Pol Bargués-Pedreny ist derzeit ein Visiting Fellow an der University of Westminster. Von Juni 2015 bis Mai 2016 wird er Post-doc Fellow am Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research sein. In seine aktuellen Projekten beschäftigt er sich mit Fragen von Kultur, der Politik des Unterschiedes und dem pragmatischen Wechsel im 'international state-building'.

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