Culture, 'Relationality', and Global Cooperation

Morgan Brigg

Global Cooperation Research Papers 6, Duisburg 2014

Stichwörter: Culture, relationality, cultural difference, conflict resolution, global governance, cooperation research, chaos theory, non–linearity, unknowability, becoming, non-western traditions

DOI: 10.14282/2198-0411-GCRP-6

​​​​​​​Abstract

Welche Beziehung besteht zwischen kulturellen Differenzen und globaler Kooperation und welche Herausforderungen und Chancen ergeben sich aus dieser Beziehung für die Kooperationsforschung? Dieses Papier untersucht, inwiefern Kultur eine potenzielle Ressource für globale Kooperation darstellt, während es sich gleichzeitig mit den Rätseln und Ambiguitäten von Kultur auseinandersetzt. Es erkundet die Widersprüchlichkeiten von Kultur um zu argumentieren, dass der teilweise unergründbare Charakter des Konzepts von “Kultur“ mehr ein Vorteil für die Kooperationsforschung darstellt, denn ein Nachteil. Das Papier nimmt Kultur und Kulturen als Beispiele einer größeren Klasse “relationaler Phänomene“ wahr, die durch Interaktion entstehen und welche in ihrem Bestehen von Interaktion abhängen. Im Einklang mit einer Reihe gegenwärtiger philosophischer Entwicklungen und dem wachsenden Interesse an Relationalität rückt diese Annahme Beziehungen vor Institutionen, Werden über Sein und Dynamik über Beständigkeit. Kultur in relationalen Begriffen zu denken ermöglicht  Kultur in einer Weise zu modellieren die es erlaubt, kulturelle Differenzen zu respektieren und Differenz als eine geteilte menschliche Ressource wahrzunehmen. Relationalität kann zur Erleichterung von Kooperation eingesetzt werden, indem Interaktionen zwischen den politischen, sozialen und ökonomischen Arrangements wieder geöffnet werden - einschließlich der Prozesse zur Erzeugung relationaler und kooperativer Effekte, die im Bereich der Konfliktlösung entwickelt wurden. Allerdings erfordert dies, dass die am offensichtlichsten mit globaler Kooperation verbundenen Felder (Politikwissenschaft, Internationale Beziehungen und Globale Governance) an den Grenzen der jeweiligen Wissenschaften und durch Philosophie, Religion und nicht-westliche Kulturtraditionen relationale Ansätze vermitteln.

Der Autor

Morgan Brigg ist Senior Lecturer an der School of Political Science and International Studies der University of Queensland, Australia. Als Senior Fellow am Forschungsbereich 2 ‘Global Cultural Conflicts and Transcultural Cooperation’ war Morgan Brigg von März bis November 2013 am Käte Hamburger Kolleg in Duisburg.

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