Environmental Politics and the Human Being: A New Interdisciplinary Perspective on Motivational Processes and Sustainable Change Behaviour

Bettina Burger-Menzel

Global Cooperation Research Papers 13, Duisburg 2016

Stichwörter: Global environmental politics, human motivation, cognition, sustainability, systemic change

DOI: 10.14282/2198-0411-GCRP-13

Abstract

Die Welt ist globalisiert wie nie zuvor, was zu einer raschen Ausbeutung globaler Allmendegüter und natürlicher Ressourcen führt und grenzüberschreitende Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und den Klimawandel hat. Dadurch ergibt sich eine neue Dringlichkeit, globale Zusammenarbeit in der Umweltpolitik erfolgreich zu gestalten. Obwohl es einen breiten Konsens gibt, dass systemische Veränderungen notwendig sind, scheint der Fortschritt hinter den Erwartungen zurückzubleiben, was erstens entsprechende globale Vereinbarungen betrifft und zweitens deren effektive Umsetzung im jeweiligen Heimatland. Wie lässt sich diese Diskrepanz erklären? Und wie können neue wissenschaftliche Erkenntnisse dazu beitragen, Umweltpolitik wirksamer zu machen? Unbestritten der Bedeutung, die 'äußeren' und somit verhaltensunabhängigen Einflussfaktoren zukommt, argumentiert die Autorin, dass auch 'innere' Einflussfaktoren wie die individuelle Motivation betrachtet werden müssen. Im Fokus stehen somit Motivationsprozesse von Individuen, die zu nachhaltigen Verhaltensänderungen bereit sind, mit dem Ziel entsprechende Erkenntnisse für die künftige Forschung konzeptionell auszuwerten. Dies macht menschliches Verhalten zu einem wichtigen Risikofaktor in globalen Kooperationen und Kognition zu einem relevanten Merkmal. Der Forschungsansatz ist qualitativ und wie folgt strukturiert: Um die 'schwache' systemische Wirkung von Umweltpolitik verständlich zu machen, werden globale Kooperationen einleitend als System beschrieben und drei kognitive blinde Flecken identifiziert, die es zu untersuchen gilt. Eine darauf aufbauende Literaturauswertung liefert wertvolle Anhaltspunkte, erweist sich aber als zu implizit, um den Zusammenhang von Motivation, Kognition und nachhaltiger Verhaltensänderung vollständig zu beschreiben.  Die Autorin stellt daher ein eigenes Schema vor, das Motivation als Sequenz abbildet und Anknüpfungspunkte zu einem systemischen Umfeld bietet. Dies erlaubt eine neue Perspektive, um global initiierte Wissensproduktion, Lernverhalten und auf Versuch und Irrtum basierende Anpassungsprozesse zu diskutieren. Im Rahmen der Schlussfolgerungen wird ausgewertet, was die Ergebnisse für die weitere umweltpolitische Forschung bedeuten.

Die Autorin

Bettina Burger-Menzel ist Professorin für Wirtschaftswissenschaften, insbes. Wettbewerbs- und Strukturpolitik, an der Technischen Hoschule Brandenburg und Inhaberin verschiedener Stipendien während ihrer Karriere. Sie war Fellow am Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research in 2014 und 2015 mit dem Forschungsprojekt 'Lessons from innovation systems: Increased (global) cooperation potential through the application of diffusion principles'. Verschiedene Kurzzeitarbeitsaufenthalte an: Universidad Autónoma Metropolitana-Xochimilco, Mexiko-Stadt, University of Arizona (Tucson), Georgia Institute of Technology (Atlanta). Aufsätze und Präsentationen beinhalten: Modern technology policy put to the test; Conocimiento tradicional, biotecnología moderna y desarrollo local en México; The economics of open sourcing: A new type of interactive learning within national innovation systems; Technology Transfer, University-Industry Linkages and the Micro-Level.

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