Global Cooperation and Economies of Recognition: The Case of NGOs

Volker M. Heins

Global Cooperation Research Papers 5, Duisburg 2014

Stichwörter: Global Governance, International NGOs, Theories of Recognition, Practices of Intervention, Ethical Witnessing, Harm Conventions

DOI: 10.14282/2198-0411-GCRP-5

Abstract

Transnationale Nichtregierungsorganisationen (NGOs) werden häufig entweder als Vertreter des Imperiums oder als Manifestation der fortschrittlichen Aufklärung betrachtet. Dieses Papier nimmt eine andere Sichtweise ein und argumentiert, dass NGOs als vielseitige Faktoren grenzüberschreitender globaler Kooperation zu klassifizieren sind. Ich erkenne an, dass multilaterale Kooperation nicht als Ziel per se angestrebt wird, sondern als Möglichkeit wahrgenommen wird, im Auftrag von unterdrückten Gruppen, welche sich in einem Kampf um Anerkennung befinden, einzugreifen. Auf Grundlage dessen argumentiere ich, dass die physikalische und emotionale Distanz vieler NGO-Aktivisten von diesen Kämpfen Muster von Kooperation und Praktiken der Anerkennung behindern kann. Ich folgere, dass NGOs als menschliches Gesicht des „globalen Aufstiegs der Unerwählten“ betrachtet werden sollten und dass diese weit davon entfernt sind, als Überbringer der transnationalen post-Westfälischen demokratischen Ordnung gefeiert zu werden. Diese Schlussfolgerung geht einher mit zutiefst paradoxen Folgen für die Zukunft transnationaler Governance.

Der Autor

Volker M. Heins ist vertretungsweise Leiter des Forschungsbereichs 2 ‘Globale Kulturkonflikte und transkulturelle Kooperation’ am Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research. Er ist außerdem ein Associate Professor für Politikwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum sowie verantwortlich für den Forschungsbreich ‘Interkultur’ am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI).

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