New Alterities and Emerging Cultures of Social Interaction

Christian Meyer

Mit Kommentaren von Dirk Messner, Daniel Gaus, and Stephen Brown

Global Cooperation Research Papers 3, Duisburg 2013

Stichwörter: Social and Cultural Change, Cultural Heterogeneity, Alterity, Social Interaction, Dementia, Robots, Virtual Agents, Globalization

Abstract

Die Globalisierung hat eine verstärkte soziale Heterogenität geschaffen und ein Interesse an einer neuen Form sozialer Kohäsion und Integration erweckt. Aber Globalisierung ist nicht der einzige gegenwärtige Prozess, der zu sozialer Hybridisierung führt. Zwei andere solcher Prozesse – weitaus weniger in der wissenschaftlichen Debatte beachtet aber nicht weniger problematisch als soziale Integration – sind das Altern der Gesellschaft und die Roboterisierung der Gesellschaft. Zurückgreifend auf statistische Schätzungen beginnt dieses Papier mit einer Einschätzung der Bedeutsamkeit dieser neuen Prozesse für soziale Hybridisierung. Die angeführten Vorhersagen deuten darauf hin, dass in naher Zukunft, die alltägliche Interaktion, nicht nur mit kulturell Fremden sowie „intelligenten“ Maschinen, sondern auch mit Menschen die an Demenz leiden, ein omnipräsentes Phänomen sein wird. Dies wird unsere Gesellschaften mit nie dagewesenen Arten und Graden an Andersheit konfrontieren. Während der Kontakt mit kulturell Fremden zu einem gewissen Grad vertraut, wenn auch noch nicht als Standard angesehen, ist, stellt die Interaktion mit Geräten von technischer Intelligenz und mit Demenzpatienten neue Formen der Andersheit dar, für welche die meisten Gesellschaften noch keinen routinierten Umgang etabliert haben. Dieses Papier bietet eine detaillierte Darstellung einer Reihe von empirischen Studien, welche zeigen, wie neue Formen hybrider Interaktion und Kooperation aus dem wiederholten Kontakt mit einer der drei Formen der Andersartigkeit entstehen können. Aufbauend auf diesen Grundlagenarbeiten versucht das Papier nicht nur die Wege zu identifizieren, durch welche sich Routine aus Interaktion mit den Drei Andersartigkeiten heraus entwickelt, sondern auch die Entwicklungen hin zu und die die Voraussetzungen für, die Herausbildung einer neuen Kultur der Kooperation und Interaktion.

Der Autor

Christian Meyer ist derzeit Gastprofessor für Medienwissenschaften an der Universität Siegen. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Interaktionstheorie, video-beasierte Interaktionsstudien und kulturelle Hybridisierung.

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