The Causes and Effects of Hybrid Anti-impunity Commissions: Outline of a Research Agenda

Theresa Reinold

Global Cooperation Research Papers 26, Duisburg 2020

Stichwörter: Hybridity; anti-impunity commissions; shared-sovereignty arrangements; International Commission against Impunity in Guatemala; Mission to Support the Fight against Corruption and Impunity in Honduras

DOI: 10.14282/2198-0411-GCRP-26

Abstract

In verschiedenen Problembereichen der Global Governance wurden hybride Lösungen erprobt, um dem Dilemma zu begegnen, das durch den Export westlicher Vorlagen für gute Regierungsführung, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit usw. in nicht-westliche Kontexte entstanden ist. Die jüngste Manifestation dieses globalen Trends zur Hybridität sind hybride Kommissionen zur Bekämpfung der Straffreiheit, die sich in Lateinamerika auszubreiten begonnen haben und die wahrscheinlich über den Kontinent hinaus Wellen schlagen werden. Ihr Prototyp, die Comision Internacional Contra la Impunidad en Guatemala (CICIG), wurde in Guatemala eingesetzt; später wurden Varianten der CICIG in Honduras, El Salvador und Ecuador geschaffen. Diese neuen Hybriden sind jedoch noch weitgehend unerforscht. In diesem Beitrag wird daher der Stand der Technik erörtert und eine Forschungsagenda zu diesen neuen hybriden Kommissionen skizziert. Dabei wird argumentiert, dass einerseits die Auswirkungen dieser Mechanismen noch genauer untersucht werden müssen - wie gestalten hybride Kommissionen zur Bekämpfung der Straflosigkeit eine Vielzahl möglicher Ergebnisse, darunter Rechtsstaatlichkeit, Staatlichkeit, Souveränität, Demokratie und Ähnliches? Andererseits sollten wir die Faktoren untersuchen, die zur Etablierung, zu Erfolgen und Misserfolgen dieser Hybriden beitragen, und sie so als Resultate behandeln, die einer Erklärung bedürfen.

Der Autor

Theresa Reinold ist Juniorprofessorin für globale und transnationale Kooperationsforschung an der Universität Duisburg-Essen. Die Forschungsinteressen der Politikwissenschaftlerin liegen an der Schnittstelle von Theorie der internationalen Beziehungen und Völkerrecht. Vor kurzem schloss sie ein von der Thyssen-Stiftung gefördertes Forschungsprojekt mit dem Titel "Rechtsstaatlichkeit im afrikanischen Regionalismus" ab, in dem untersucht wird, wie globale Rechtsstaatlichkeitsskripte in (sub-) regionale afrikanische Praktiken übersetzt werden. Ihre Arbeit wurde unter anderem im American Journal of International Law, Third World Quarterly, Review of International Studies, The International Journal of Constitutional Law und Global Constitutionalism veröffentlicht.


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