The Social Media Revolution and Shifts in the Climate Change Discourse

Alena Drieschova

Global Cooperation Research Papers 29, Duisburg 2021

Stichwörter: Climate change, social media, Fridays for Future, climate strike, Greta Thunberg, climate skepticism, social movements, populism, discourse, aesthetics, images

DOI: 10.14282/2198-0411-GCRP-26

Abstract

Das Papier analysiert die Rolle der sozialen Medien bei der Verschiebung des Klimawandeldiskurses in der nordatlantischen Region. Die Veränderungen im Medienumfeld haben die traditionellen Gatekeeper der Informationsverbreitung beseitigt und neue Arten von Akteuren in die Lage versetzt, ein großes Publikum zu erreichen. Doch auch die Techniken und die besonderen Botschaften, mit denen diese Zielgruppen erreicht werden können, mussten sich ändern. Botschaften werden in den sozialen Medien weit verbreitet, wenn sie häufig geteilt, geliked oder retweetet werden. Sie müssen beim Publikum eine Reaktion hervorrufen, die es dazu bringt, aktiv auf die Botschaften zu reagieren, und sei es nur mit einem Mausklick. Im Bereich des Klimawandels haben zwei neue Arten von Akteuren das Potenzial, diese neue Gelegenheitsstruktur zu nutzen: Klimaskeptiker und klimaaktivistische soziale Bewegungen. Anhand einer qualitativen Social-Media-Analyse vergleicht dieses Papier die spezifischen Messaging-Strategien, die diese beiden Gemeinschaften eingesetzt haben. Es zeigt sich, dass die Klimastreik-Bewegung, vor allem unter der Führung von Greta Thunberg, die Möglichkeiten der sozialen Medien effektiv nutzen konnte, um ein großes Publikum zu erreichen. Im Gegensatz dazu waren die Klimaskeptiker deutlich weniger erfolgreich. Die Studie zeigt, dass die Digitalisierung nicht nur technisch versierte Menschen, sondern auch bestimmte, vergleichsweise wenig technikaffine und bisher marginalisierte Menschen stärken kann. Vor allem junge Frauen können, wenn sie ihre Verletzlichkeit, ihre Ästhetik und ihre emotionalen Botschaften nutzen, hohe Aufmerksamkeitswerte erzielen, wenn sie sich für politische Veränderungen einsetzen.

 

Die Autorin

Dr Alena Drieschova was a Fellow at the Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research from July 2020 to June 2020. Alena is a senior lecturer in International Relations at Cardiff University. She holds a PhD from the University of Toronto. Her research focuses on international orders, and how they are shaped by material culture, technology, and practices. She is currently working on her book manuscript, which provides a macro-historical analysis of international order stability and change based on changes in material culture. She was a visiting scholar at the International Water Management Institute based in Sri Lanka, the Hebrew University of Jerusalem, and Oregon State University. Her work has been published among others in Climatic Change, Global Environmental Change, International Theory, and International Studies Quarterly.


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