Why Empathy is not the Best Basis for Humanitarianism

Fritz Breithaupt

Global Cooperation Research Papers 9, Duisburg 2015

Stichwörter: Humanitarianism, empathy, narrative, self-loss, conflict, sadism, we-identity

DOI: 10.14282/2198-0411-GCRP-9

Abstract

Dieses Papier stellt die Annahme in Frage, dass Empathie die Hauptquelle des Humanitarismus ist. Es beginnt mit der Frage, was der Wahrnehmung von Empathie als treibenden Motor humanitärer Hilfe zugrunde liegt. Dies führt zu einer Untersuchung des „Schauplatzes der Empathie “ — was wiederum Licht auf einige der problematischen Aspekte von Empathie wirft. Drei dieser problematischen Aspekte und deren Bedeutung für humanitäre Hilfe werden diskutiert: der (temporäre) Selbstverlust, eine Tendenz zur Radikalisierung von Konflikten und die Gefahr von Sadismus. Schlussfolgernd fragt der Autor, inwieweit Humanitarismus von Empathie getrennt werden kann und bietet einen alternativen Ansatz an. Dieser bezieht sich auf die Entwicklung einer gemeinsamen Wir-Identität, welche nicht von Empathie abhängt.

Der Autor

Fritz Breithaupt ist Professor für Germanistik, außerordentlicher Professor in Vergleichender Literaturwissenschaft und Affiliated Professor für Kognitionswissenschaften an der Indiana University. An der Indiana University war er Direktor des West European Studies Institute, ein Mitbegründer von einem offiziellen EU-Center of Excellence und diente als stellvertretender Direktor von mehreren anderen Instituten. Er erhielt viele Auszeichnungen und Ehrungen für seine Arbeit, darunter ein Alexander-von-Humboldt-Stipendium. Seine neuesten Bücher bieten geisteswissenschaftliche Antworten auf Arbeiten der Kognitionswissenschaft, die sich mit Fragen von Empathie, narratives Denken und Moral beschäftigen.

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