Democratization and Memories of Violence

Mneesha Gellman

Routledge Global Cooperation Series
226 pages | 2016 - Routledge Hardback: ISBN 978-1-138-95303-1

Ethnische Minderheiten fordern ihre kulturellen Rechte auf verschiedene Art und Weise von Staaten ein, je nachdem, wie Regierungen sie in Politiken und Praktiken der Anpassung und Angleichung einbinden. Dennoch erzählen institutionelle Erklärungen nicht die ganze Geschichte, da Individuen und Gemeinschaften auch protestieren, indem sie emotional überzeugende Erzählungen über vergangenes Unrecht zur Rechtfertigung ihrer Forderungen nach neuen Schutzrechten gebrauchen.

Democratization and Memories of Violence: Ethnic minority rights movements in Mexico, Turkey, and El Salvador untersucht, wie ethnische Minderheiten Erinnerungen an staatliche und paramilitärische Gewalt nutzen, um Staaten durch Beschämung dazu zu bringen, sich mit kulturellen Minderheitenagenden auseinanderzusetzen, wie beispielsweise das Recht auf Bildung in der Muttersprache. Beschämen und zugleich fordern ('shaming and claiming') ist eine Taktik von sozialen Bewegungen, die historische Gewalt mit gegenwärtiger Staatsbürgerschaft verknüpft. Durch die Verbindung von Theorie und Empirie erfasst das Buch, wie Demokratisierung Erfahrungen der Bürger hinsichtlich ihrer Interessenrepräsentation prägt und wie Erinnerungsprozesse staatliche Regime und deren Vergessen auf lokaler, staatlicher und internationaler Ebene herausfordern. Um aufzuzeigen, wie erinnerungsbasierte Narrative als ein emotional hervorstechendes Druckmittel von marginalisierten Gemeinschaften genutzt wird, um staatliche Berücksichtigung von Minderheitenrechten und -themen einzufordern, greift Democratization and Memories of Violence auf sechs Fallstudien in Mexico, der Türkei und El Salvador zurück.

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