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Routledge Global Cooperation Series

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The Routledge Global Cooperation Series develops innovative approaches to understanding, explaining and answering one of the most pressing questions of our time – how can cooperation in a culturally diverse world of nine billion people succeed? This interdisciplinary series is edited by the Directors of the Käte Hamburger Kolleg/Centre for Global Cooperation Research Tobias Debiel, Claus Leggewie and Dirk Messner.

Knowledge Production, Area Studies and Global Cooperation

Claudias Derichs

Routledge Global Cooperation Series
202 Seiten I 2017 - Routledge Hardback: ISBN 978-1-138-18874-7

Während Area Studies und grenzüberschreitende Kooperationsforschung konventionell Gruppen durch geografische Grenzen abtrennen, können sich Individuen hingegen mehr durch gemeinsame Werte und Prinzipien verbunden fühlen als durch konventionelle räumliche Dimensionen. Knowledge Production, Area Studies and Global Cooperation fragt, welche Normen und Prinzipien zur Schaffung von Wissen über grenzüberschreitende Kooperation und Verbindung führen. Das Buch untersucht warum Theorien, Methoden und Konzepte in einem Ort anstatt in einem anderen entstehen, wie diese reisen und welche Position der Wissenschaftler einnimmt während seiner Forschung, insbesondere "im Feld".
Mithilfe von Fallstudien aus Asien, den Mittleren Osten und Nord-Afrika verbindet das Buch die Produktion von alternativen Epistemologien mit dem Begriff der globalen Kooperation und überprüft die Möglichkeiten, mit denen das Konzept der Verbundenheit auf der trans-lokalen und individuellen Ebene angewendet werden kann anstatt auf der formalen internationalen und kollektiven Ebene.

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Democratization and Memories of Violence

Mneesha Gellman

Routledge Global Cooperation Series
226 Seiten | 2016 - Routledge Hardback: ISBN 978-1-138-95303-1

Ethnische Minderheiten fordern ihre kulturellen Rechte auf verschiedene Art und Weise von Staaten ein, je nachdem, wie Regierungen sie in Politiken und Praktiken der Anpassung und Angleichung einbinden. Dennoch erzählen institutionelle Erklärungen nicht die ganze Geschichte, da Individuen und Gemeinschaften auch protestieren, indem sie emotional überzeugende Erzählungen über vergangenes Unrecht zur Rechtfertigung ihrer Forderungen nach neuen Schutzrechten gebrauchen.

Democratization and Memories of Violence: Ethnic minority rights movements in Mexico, Turkey, and El Salvador untersucht, wie ethnische Minderheiten Erinnerungen an staatliche und paramilitärische Gewalt nutzen, um Staaten durch Beschämung dazu zu bringen, sich mit kulturellen Minderheitenagenden auseinanderzusetzen, wie beispielsweise das Recht auf Bildung in der Muttersprache. Beschämen und zugleich fordern ('shaming and claiming') ist eine Taktik von sozialen Bewegungen, die historische Gewalt mit gegenwärtiger Staatsbürgerschaft verknüpft. Durch die Verbindung von Theorie und Empirie erfasst das Buch, wie Demokratisierung Erfahrungen der Bürger hinsichtlich ihrer Interessenrepräsentation prägt und wie Erinnerungsprozesse staatliche Regime und deren Vergessen auf lokaler, staatlicher und internationaler Ebene herausfordern. Um aufzuzeigen, wie erinnerungsbasierte Narrative als ein emotional hervorstechendes Druckmittel von marginalisierten Gemeinschaften genutzt wird, um staatliche Berücksichtigung von Minderheitenrechten und -themen einzufordern, greift Democratization and Memories of Violence auf sechs Fallstudien in Mexico, der Türkei und El Salvador zurück.

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Gifts of Cooperation, Mauss and Pragmatism

Frank Adloff

Routledge Global Cooperation Series
182 Seiten | 2016 - Routledge Hardback: ISBN 978-1-138-911123

Das Buch behandelt den Beitrag von Marcel Mauss (1872-1950) zur Gesellschafts- und Kooperationstheorie. Mauss's Essay "The Gift" (1925) kann als Klassiker einer pragmatischen, interaktionistischen und anti-utilitaristischen Soziologie gesehen werden, indem es die Dichotomie von Selbstinteresse und normativ orientiertem Handeln kritisiert, welche die Basis der Soziologie darstellt. Diese konzeptuelle Dichotomisierung hat dazu geführt, dass bestimmte Formen sozialer Interaktion (die nicht eindeutig der Seite des Selbstinteresses oder der Moral zuzuordnen sind) bisher übersehen und wenig berücksichtigt wurden. In dem Buch wird argumentiert, dass gerade die Logik der Gabe und seine Gegenseitigkeit alle Formen von Interaktion von der Mikro- bis zur Makroebene begleiten und strukturieren. Es verdeutlicht, dass agonistisches wie auch nicht-agonistisches Verhalten in modernen Gesellschaften ihre eigenen Interaktionsregeln bilden.

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Humanitarianism and Challenges of Cooperation

Volker Heins, Kai Koddenbrock und Christine Unrau (Hrsg.)

Routledge Global Cooperation Series
230 Seiten | 2016 - Routledge Hardback: ISBN 978-1-13-896337

Humanitarismus als ein moralisches Konzept und eine organisierte Praktik ist zu einem bedeutenden Faktor in der Weltgesellschaft geworden. Er kanalisiert Ressourcen in einem enormen Umfang und dient als eine Rechtfertigung für verschiedene Arten der Einmischung in die "inneren Angelegenheiten" von Ländern und Regionen. Zugleich und aus diesen Gründen ist er ein ideales Versuchsfeld für erfolgreiche und erfolglose grenzüberschreitende Kooperation.
"Humanitarianism and the Challenges of Cooperation"
untersucht die multiplen Formen des heutigen Humanitarismus als ein Versuchsfeld für neue Wege der globalen Kooperation. Allgemeine Trends in der gegenwärtigen Transformation des Humanitarismus werden untersucht und es wird anhand von Einzelfällen genauer betrachtet, wie humanitäre Akteure vor Ort mit anderen kooperieren. Dieses Buch bietet einen hochinnovativen, empirisch informierten Ansatz des globalen Humanitarismus aus Sicht der Kooperationsforschung, in dem international renommierte Autoren allgemeine Trends und aktuelle Fallstudien basierend auf sorgfältiger Feldforschung analysieren.

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Peacebuilding in Crisis: Rethinking Paradigms and Practices of Transnational Cooperation

Tobias Debiel, Thomas Held und Ulrich Schneckener (Hrsg.)

Routledge Global Cooperation Series
264 Seiten | 2 S/W Illus. | 2016 - Routledge Hardback: ISBN 978-1-13-885859-6

Die 1990er sahen einen stetigen Anstieg internationaler Friedensmissionen, vor allem geführt durch die Vereinten Nationen, deren Mandate zunehmend erweitert wurden, um gesellschaftliche und politische Veränderungen in Postkonflikt-Gesellschaften zu implementieren. In vielen Fällen erfüllten diese Missionen jedoch nicht die hohen Erwartungen und erreichten keine ausreichende Legitimität auf lokaler Ebene. Geschrieben von führenden Experten auf dem Gebiet bringt dieser Sammelband 'liberale' und 'post-liberale' Peacebuilding-Ansätze zusammen. Über die Herausforderung vorherrschender Peacebuilding-Paradigmen hinaus wird untersucht, inwieweit Schlüsselkonzepte des post-liberalen Peacebuildings belastbare Kategorien und neue Perspektiven bieten, um die Peacebuilding-Forschung neu auszurichten. Es bewegt sich folglich über die 'liberale'-'post-liberale' Trennung hinaus und integriert systematisch weitere Perspektiven, um den Weg für eine neue Ära in der Peacebuilding-Forschung zu ebnen, die theoriegeleitet, aber auch in der empirischen Analyse der Peacebuilding-Praxis fundiert ist.
Dieses Buch ist eine Pflichtlektüre für fortgeschrittene Studierende und 'Scholar-practitioners' im Gebiet des Peacebuildings sein. Durch die Einbettung der Thematik in verschiedene Forschungsperspektiven wird das Buch auch für Wissenschaftler relevant sein, die aus fachlich verwandten Hintergründen kommen, wie beispielsweise der Demokratieförderung, Transitional Justice, Statebuilding, Konflikt- und Entwicklungsforschung sowie Internationale Beziehungen im Allgemeinen.

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Global Cooperation and the Human Factor in International Relations

Dirk Messner und Silke Weinlich (Hrsg.)

Routledge Global Cooperation Series
272 Seiten | 27 S/W Illus. | 2016 - Routledge Hardback: ISBN 978-1-13891299-1

Dieses Buch zielt darauf ab, den Weg für einen neuen, interdisziplinären Ansatz der globalen Kooperationsforschung zu ebnen. Dazu werden Disziplinen eingebracht, deren Erkenntnisse über das menschliche Verhalten wichtige, bisher vernachlässigte Grundlagen für das Verständnis bieten könnten, wie und unter welchen Bedingungen globale Kooperation gelingen kann. Als erstes grundlegend interdisziplinäres Buch der Kooperationsforschung bietet es den Wissensstand über die menschliche Kooperation in ausgewählten Disziplinen (evolutionäre Anthropologie und Biologie, Entscheidungstheorien, soziale Psychologie, komplexe Systemwissenschaften), geschrieben von führenden Experten. Das Buch argumentiert, dass Wissenschaftler im Feld der Global Governance wissen und lernen sollten, was andere Disziplinen über die Fähigkeiten und Grenzen der menschlichen Kooperation zu sagen haben. Dieses neue Wissen wird zum Nachdenken anregen und kreative Räume schaffen, die eine andere Interpretation zulassen über Kooperationshindernisse, die wir in der Weltpolitik beobachten. Es bietet auch erste Ansätze interdisziplinärer globaler Kooperationsforschung, beispielsweise durch das Erforschen der Möglichkeiten und Folgen einer globalen Wir-Identität, durch das Beschreiben von grundlegenden Kooperationsmechanismen, die über Disziplinen hinweg zutreffen, oder indem eine evolutionäre Perspektive in die Diplomatie eingebracht wird.

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Herausgeber
Prof. Tobias Debiel
Prof. Claus Leggewie
Prof. Dirk Messner