Aktuelles aus dem Kolleg

Zweite Förderphase des Kollegs: Junior-Professur soll Grundlagenforschung im Politikfeld Migration stärken

16.01.2018 Mit dem neuen Jahr beginnt im Februar 2018 auch die zweite sechsjährige Förderung des Käte Hamburger Kollegs (Centre for Global Cooperation Research, GCR21) durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität Duisburg-Essen hat für diesen Zeitraum ein Forschungsprogramm beschlossen, in dem "Migration" als eines von vier Politikfeldern untersucht werden soll. Eine neue Junior-Professur für "Transnationale Kooperations- und Migrationsforschung" (mit Tenure Track) am Institut für Soziologie eröffnet zukünftig weitere Möglichkeiten für den Austausch der Politikfeldforschung am Kolleg mit verwandten Forschungsaktivitäten der Universität.

Im vergangenen November hatte das Kolleg auf der Konferenz "Futures of Global Cooperation" mehr als einhundert nationale und internationale Expertinnen und Experten zu den vier die zukünftige Forschung anleitenden Themenfeldern versammelt: Pfade und Mechanismen, Polyzentrische Governance, Legitimität und Weltordnungskonzepte in der globalen Kooperation. Diese übergeordneten Themenfelder sollen auch auf vier Politikfelder bezogen und damit beispielhaft konkretisiert werden, auf Klima, Migration, die digitale Sphäre und Friedenskonsolidierung.

Migrationsforschung hat an der Universität Duisburg-Essen besonders durch die Gründung des Interdisziplinären Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (InZentIM) eine deutliche Aufwertung erfahren und ist thematischer Fokus im Profilschwerpunkt „Wandel von Gegenwartsgesellschaften“. Am Kolleg wird Migration als globales Phänomen betrachtet, durch welches die Idee und Praxis globaler Kooperation selbst herausgefordert wird. Zugleich richtet sich die Forschung darauf, wie die spezifische, ganz unterschiedliche Grenzen überschreitende Kooperation von Akteuren zur Voraussetzung für die Lösung von Konflikten werden kann, die unmittelbar auf den Migrationszusammenhang verweisen.  Dazu gehören: das Scheitern der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951, globale Ungleichheiten als Ursachen und Folgen migratorischer Prozesse, käufliche und erzwungene Staatsbürgerschaften und die zunehmende Verschränkung von Migrations- und Verbrechenskontrolle ('crimmigration').

Das Kolleg fragt u.a. nach der Rolle von Institutionen und Traditionen im Umgang mit Migration (Pfadabhängigkeiten; Themenfeld: Pfade und Mechanismen) und kontrastiert die Rollen unterschiedlicher staatlicher und nichtstaatlicher Akteure zwischen globaler und lokaler Ebene (Themenfeld: Polyzentrische Governance).

Die Ausschreibungsfrist für die Juniorprofessur endet einen Monat nach Veröffentlichung (DIE ZEIT vom 11. Januar 2018).

Juniorprofessur für
„Transnationale Kooperations- und Migrationsforschung“

(Bes.-Gr. W 1 LBesO W – mit Tenure Track nach W 2)

Ausschreibungstext und Informationen für Bewerber/innen