Käte Hamburger Lecture

Beyond 2015: Getting Serious about Global Justice

6. Dezember 2012

Während die Millenium Development Goals (MDG) sich auf die anhaltenden schwerwiegenden Entbehrungen armer Menschen weltweit konzentriert haben, wurden ihre Wirkungen durch das Fehlen von klar zugewiesenen Aufgaben und Verantwortlichkeiten gemindert. Bei der zweiten Käte Hamburger Lecture, durchgeführt in Zusammenarbeit mit der Stiftung Entwicklung und Frieden (SEF), sprach Prof. Dr. Thomas Pogge sich für neue Ansätze nach 2015 aus, um dem Ziel globaler Gerechtigkeit näher zu kommen.

Heute leben mehr als 7 Billionen Menschen auf der Welt, von denen eine große Anzahl aufgrund von Armut an schwerer Not leiden. In den letzten Jahren wurde oft die Frage gestellt, ob diese Benachteiligungen besser oder schlechter geworden sind. Für Prof. Thomas Pogge ist die Frage moralisch gesehen irrelevant. Von Bedeutung ist für ihn, wie viele von diesen Benachteiligungen sind wirklich nötig oder vermeidbar.

Der renommierte Akademiker ist einer der aktivsten Analysten der gegenwärtigen Herausforderungen für globale Gerechtigkeit und Leitner Professor für Philosophie und Internationale Beziehungen an der Yale University. In der Lecture plädierte Prof. Pogge den bisherigen "Wunschlisten"-Ansatz der MDG durch konkrete institutionelle Reformen zu ersetzen, die dann auch wohlhabendere Staaten in die Verantwortung nehmen.

Zeit: 16.30 -18.30 Uhr
Ort: Grand City Hotel Duisburger Hof, Duisburg

Veranstaltungseinladung

Bericht (en)

Die Pressemitteilung ("Kann es eine gerechte Welt geben?") über die Lecture finden Sie hier. Außerdem finden Sie auch auf der Webseite der SEF einen Bericht.