Käte Hamburger Lecture

Doing Politics in Translation

Duisburg - 8. Oktober 2015

Wie geschieht Politik? Was tun wir, wenn wir Politik machen? Diesen Fragen spürte Richard Freeman, Professor of Social Science and Public Policy an der University of Edinburgh, in der 14 Käte Hamburger Lecture nach. Zur Beantwortung bezog Freeman sich dabei auf Hanna Arendts 'The Human Condition', ihrem Verständnis von Handeln als den Vorgang zwischen Menschen und welche Bedeutung sie der Rede und dem Erzählen beimisst. Freeman identifizierte Treffen, Reden und Text als Grundelemente des politischen Handelns und schlägt die analytischen Konzepte von Trajektorie, Transformation und Übersetzung als Wege vor, um die Effekte, zu denen sie führen, zu verstehen. Um zu veranschaulichen, was das auf internationaler Ebene bedeutet, stellte er eine Fallstudie vor: Das Treffen zwischen Henry Kissinger, damaliger US-Außenminister, und dem damaligen chinesischen Ministerpräsidenten Zhou en Lai im Juli 1971. Abschließend diskutierte Prof. Freeman die Auswirkungen des "Denken über das Tun" für unser Verständnis von Macht und Übersetzung. Schlussfolgernd stellte er heraus, dass nicht die Unterscheidung von nationaler und internationaler Politik bedeutend sei, sondern die Interaktion sowohl im Nationalen und Internationalen gleichermaßen.

Der Vortrag wurde kommentiert von Dr. Noemi Lendvai, Senior Lecturer in Comparative Public Policy, School for Policy Studies, University of Bristol. Die anschließende Diskussionsrunde mit dem Publikum wurde von Dr. Alejandro Esguerra, Postdoc Fellow am Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research, moderiert.

Uhrzeit: 19.00-20.30 h
Ort: Gerhard-Mercator-Haus, Universität Duisburg-Essen, Lotharstraße 57, Duisburg

Einladungskarte

Veranstaltungsbericht