Workshop

Mobile Muslim Professionals: Trans-regional Connectedness and (Non-State) Cooperation in Asia and the Middle East

14–15 April 2016

Dieser zweitägige Workshop verband den ‚Mobility Turn‘ der Sozialwissenschaften mit Transregionalismusforschung und den ‚Muslimischen Welten‘- oder ‚Netzwerk‘-Ansatz in den Islamwissenschaften und Regionalstudien. Dem Workshop lag dabei die Annahme zugrunde, dass sowohl Konzepte als auch Praktiken von Professionalisierung in Asien, dem Mittleren Osten und auch darüber hinaus durch vielfache Formen grenzüberschreitender Bewegung geprägt sind; ebenso werden muslimische professionelle Netzwerke durch grenzüberschreitende Verbindungen erleichtert. Der Workshop, der zusammen mit der Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies, der Humboldt-Universität zu Berlin, re:work (IGK Arbeit und Lebenslauf in globalgeschichtlicher Perspektive) sowie der Philipps-Universität Marburg organisiert wurde, bot eine Plattform für einen erkenntnisreichen Austausch von Experten auf diesem Gebiet.

Die Nachzeichnung der Auswirkungen muslimischer grenzüberschreitender Mobilität und wachsender Verbundenheit ist in jüngster Vergangenheit immer mehr in den Fokus einer wachsenden interdisziplinären Forschung gerückt. Etliche Studien untersuchen die Vereinbarkeit von Islam als religiöser Tradition und den Prinzipien und der Ethik einer kapitalistischen Marktwirtschaft. Vor dem Hintergrund des Einflusses, den die gewachsene Reisebereitschaft und -möglichkeit auch zukünftig auf internationale Kooperation haben wird, widmen sich jüngere Studien etwa der Frage, wie islamische mit neoliberalen Grundsätzen vereinbart werden können. Der Einfluss staatsgelenkter Modernisierung, Entrepreneurship auf Basis islamischer ethischer Prinzipien, oder auch die Bedeutung muslimischer Werte und Identitäten im Hinblick auf soziales Engagement sind hier von Relevanz. Die Ausgestaltung neuer Formen einer religiös verankerten Professionalität und Professionalisierung als eine Folge grenzüberschreitender Mobilität stellt noch eine Forschungslücke dar und bietet Stoff für einen ganz eigenen Forschungszweig.

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Date: 14–15 April 2016
Venue: Humboldt-Universität zu Berlin, Pergamon-Palais, Georgenstr. 47, 10117 Berlin, Room 0.07

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