Workshop

Challenges of Global Political Demography: The Politics and Policies of Population Change and Cooperation

Duisburg - 22.–24. November 2017

Die Überalterung der Bevölkerung ist einer der wenigen sozialen Veränderungen, die nahezu universell sind, und sie hat wichtige Auswirkungen auf die Politik und die öffentliche Ordnung. Diese wurden bisher vor allem in den OECD-Ländern untersucht. Hingegen gibt es vergleichsweise wenig Wissen darüber, wie die politischen Auswirkungen der Überalterung außerhalb der OECD-Länder, beispielsweise in Indien und Pakistan oder in China und Vietnam sind. Makro-regionale Analysen in einem globalen analytischen Rahmen zusammenzufassen, birgt nach wie vor ein großes wissenschaftliches Potenzial. Was bisher fehlt, ist der Versuch, die Politik des Alterns in allen Regionen der Welt in einem gemeinsamen komparativen Ansatz zu verstehen.

Ziel des Workshops war es daher, ExpertInnen aus den Bereichen Public Policy, Politische Demographie und der Politischen Wissenschaft zusammenzubringen, um vergleichend zu arbeiten. Da die meisten umfassenden Studien zu den Folgen des Alterns von Ökonomen stammen, war es das Ziel, die Erkenntnisse über aktuelle und zukünftige Trends in der weltpolitischen Demografie durch die Erweiterung der dafür eingesetzten Kompetenzfelder zu vertiefen. Dabei ging es darum, alle wichtigen Regionen der Welt, wie Ostasien, Südasien, Europa, Subsahara-Afrika, Maghreb-Staaten etc. sowie verschiedene politische Systeme und institutionelle Regime abzudecken.

Einige der wichtigsten Fragen, die während des zweitägigen Workshops in Duisburg diskutiert wurden, sind: Welche aktuellen und zukünftigen politischen Implikationen hat die Überalterung der Weltbevölkerung? Welche kontextuellen Dynamiken prägen diese Muster? Und inwieweit ermöglichen diese universellen Herausforderungen global kooperative Lösungen? Kooperieren die Regierungen bei der Bewältigung der Folgen des demografischen Wandels?

Organisatoren: Achim Goerres, Professor für Empirische Politikwissenschaft, Universität Duisburg-Essen, und Fellow der Open Society Initiative Europe (2016-17), und Pieter Vanhuysse, Professor of Comparative Welfare State Research, University of Southern Denmark Odense

Ort: Käte Hamburger Kolleg/Centre for Global Cooepration Research, Schifferstr. 44, Duisburg

Programm