Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research

News

Zwischen Fragmentierung und Kooperation: Global Goverance-Forschung des Kollegs auf der ECPR-Konferenz

05.09.2018

Mitglieder der Forschungsgruppen des Kollegs beschäftigten sich auf der diesjährigen ECPR-Generalkonferenz in Hamburg mit Fragen der Global Governance. Dieser Bereich hat sich zunehmend spezialisiert und in verschiedene Governance-Bereiche differenziert, die durch koevolutive Prozesse der internen Fragmentierung und Kooperation gekennzeichnet sind. In diesem sich herausbildende Governance-Raum treffen konkurrierende Behörden aufeinander und bilden hegemoniale Kombinationen, die angesichts zugrunder liegenden Instabilitäten in erheblichem Umfang mit delegitimierender Kritik konfrontiert sein können.

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Ein Abschied mit Gratulation und Dankbarkeit:
Markus Böckenförde wechselt an die Juristische Fakultät der CEU in Budapest

05.09.2018

Markus Böckenförde, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Kollegs seit seiner Gründung im Jahr 2012, wurde zum Professor für vergleichendes Verfassungs- und humanitäres Völkerrecht an der Central European University in Budapest (CEU) ernannt. Die Direktorin des Kollegs, Professorin Sigrid Quack, würdigte die Verdienste von Markus Böckenförde, der "das akademische Profil und das Spektrum der Themen am Kolleg durch zahlreiche Initiativen prägte und die Expertise und

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"Trajektorien des Erdsystems" erfordern eine ganzheitliche Perspektive auf Bedrohungen und Lösungswege

15.08.2018

Es gibt keine eigenständigen Effekte im Erdsystem sondern verschiedene Faktoren, die auf globaler Ebene zusammenwirken. In einem aktuellen Beitrag für die National Academy of Sciences (PNAS) untersuchen Autoren des Stockholm Resilience Centre und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung das Risiko, dass selbstverstärkende Rückkopplungen das Erdsystem in Richtung einer planetaren Schwelle treiben, die eine weitere Erwärmung Richtung "Treibhaus Erde" verursachen könnte, selbst wenn anthropogene Emissionen reduziert werden. Die Übernahme von Verantwortung für das gesamte Erdsystem ('stewardship'), sei damit noch dringlicher. Global Governance erfordert eine ähnlich umfassende, ganzheitliche Perspektive: Die Initiative "The World in 2050" unterstreicht in einem Bericht, der der UNO im Juli vorgelegt wurde, die Bemühungen, "über den sektoralen und fragmentierten Ansatz hinauszugehen, dem die Nachhaltigkeitsforschung bislang weitgehend gefolgt ist".

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"Parallele Trajectorien": Plattformen für Unternehmensregulierung entfernen sich von einheitlichen globalen Regeln

13.08.2018

In einem kürzlich veröffentlichten Artikel in der Annual Review of Sociology haben KHK-Direktorin Sigrid Quack und Marie-Laure Djelic, Co-Dekanin der School of Management and Innovation, Sciences Po Paris, die Literatur zur Globalisierung und Unternehmensregulierung unter dem Aspekt der transnationalen Governance untersucht. Die Autorinnen beobachten eine zunehmende funktionale Differenzierung und das Entstehen paralleler Bahnen transnationaler Governance: Monopolisierung, koordinierte Pluralität und konfliktiver Wettbewerb entwickeln sich nebeneinander. Gleichzeitig beobachten sie eine Abkehr von einer idealisierten Konvergenz um eine Reihe von einheitlichen globalen Regeln hin zu einer Anpassung an beharrliche kontextuelle Besonderheiten.

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Leitbild

Das Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research will zum besseren Verständnis der Möglichkeiten und Hindernisse grenzüberschreitender Kooperation beitragen. In einer Lerngemeinschaft entwickeln Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen Fachrichtungen und allen Weltregionen die Umrisse einer zeitgemäßen Kooperationsforschung, um neue Wege globaler Politikgestaltung zur Krisenbewältigung und zum Schutz der globalen Gemeingüter zu erkunden. Unser Ziel ist es, zum Knotenpunkt eines sich daraus entwickelnden Forschungszweiges zu werden.

Das Käte Hamburger Kolleg „Politische Kulturen der Weltgesellschaft“ ist ein interdisziplinäres Zentrum für globale Kooperationsforschung (Centre for Global Cooperation Research) der Universität Duisburg-Essen. Es ist das jüngste von zehn Käte Hamburger Kollegs, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung als internationales geisteswissenschaftliches Forschungskolleg gefördert werden.