Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research

News

CfP: Peacebuilding and the Politics of Difference

06.04.2017

Das Studium von Peacebuilding hat sich in den letzten 20 Jahren dramatisch entwickelt. In den 1990er Jahren forderten Johannes Paul Lederach oder Kevin Avruch uns auf, die Bedeutung der Differenz – Andersartigkeit – in Untersuchungen und der Praxis von Peacebuilding zu erkennen, welche eine Herausforderung für das universelle Verständnis von Versöhnung und Frieden darstellt. Heute distanzieren sich WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen entschieden von den universalisierten Annahmen zu Frieden und bemühen sich, diejenigen einzubeziehen, die sie als "anders" in der Definition und Umsetzung der Peacebuilding-Politiken betrachten. Während frühere Peacebuilding-Ansätze das Andere ignorierten oder als ein klares Hindernis für den Frieden betrachteten, wird Differenz jetzt positiver gesehen, oft als Werkzeug zur Förderung emanzipatorischer Wege zum Friedensaufbau.

Weiterlesen

Krise des liberalen Narrativs als Krise eines universalen Anspruchs

28.03.2017

Die Erforschung politischer Narrative—in den einschlägigen Wissenschaften lange stiefmütterlich behandelt—entwickelt sich auch unter dem Eindruck aktueller Ereignisse, so scheint es, zu einem gefragten Instrument der politischen Analyse. Eine Konferenz in Berlin hat nun eine Krise des liberalen Narratives konstatiert und multiperspektivisch hinterfragt. Zur Beruhigung der Teilnehmenden kaum beigetragen haben dürfte die Tatsache, dass überzeugende Alternativen, wenn überhaupt, nur in Ansätzen erkennbar wurden.

Weiterlesen

Coming home to Syria – Podiumsdiskussion sieht Hoffnungsschimmer in einer Schattenzone von Armut, purem Überleben und außergewöhnlicher Zivilcourage

14.03.2017

Es ist die unverzichtbare Stärke der Diplomatie, die Dinge auch dann am Laufen zu halten, wenn niemand mehr an eine Lösung glaubt. Andererseits sind sich Diplomaten sehr wohl der Tatsache bewusst, dass Lösungen dann am wahrscheinlichsten sind, wenn ein Punkt des „genug ist genug“ erreicht ist. Nicht denkbar für Syrien? Auf einem Käte Hamburger Dialog in Duisburg wurde die aktuelle Situation bewertet und ein Hoffnungsschimmer ausgemacht in einer Schattenzone von Armut, purem Überleben und außergewöhnlicher Zivilcourage.

Weiterlesen

Fariborz Zelli ins ISA Governing Council gewählt

28.02.2017

Senior Fellow des Kollegs Dr. Fariborz Zelli wurde in den Governing Council der International Studies Association (ISA), das leitende Organ der Vereinigung, gewählt. ISA ist die führende akademische Vereinigung der Internationalen Beziehungen mit über 7.000 Mitgliedern weltweit, die nach thematischen Sektionen gruppiert sind. Auf der ISA Jahreskonferenz 2017 in Baltimore, USA, die letzte Woche stattfand, wurde Dr Zelli von seinen KollegInnen als Vorsitzender der Sektion für Umweltforschung für die kommenden zwei Jahre gewählt.

Weiterlesen

Leitbild

Das Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research will zum besseren Verständnis der Möglichkeiten und Hindernisse grenzüberschreitender Kooperation beitragen. In einer Lerngemeinschaft entwickeln Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen Fachrichtungen und allen Weltregionen die Umrisse einer zeitgemäßen Kooperationsforschung, um neue Wege globaler Politikgestaltung zur Krisenbewältigung und zum Schutz der globalen Gemeingüter zu erkunden. Unser Ziel ist es, zum Knotenpunkt eines sich daraus entwickelnden Forschungszweiges zu werden.

Das Käte Hamburger Kolleg „Politische Kulturen der Weltgesellschaft“ ist ein interdisziplinäres Zentrum für globale Kooperationsforschung (Centre for Global Cooperation Research) der Universität Duisburg-Essen. Es ist das jüngste von zehn Käte Hamburger Kollegs, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung als internationales geisteswissenschaftliches Forschungskolleg gefördert werden.