Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research

News

"Trajektorien des Erdsystems" erfordern eine ganzheitliche Perspektive auf Bedrohungen und Lösungswege

15.08.2018

Es gibt keine eigenständigen Effekte im Erdsystem sondern verschiedene Faktoren, die auf globaler Ebene zusammenwirken. In einem aktuellen Beitrag für die National Academy of Sciences (PNAS) untersuchen Autoren des Stockholm Resilience Centre und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung das Risiko, dass selbstverstärkende Rückkopplungen das Erdsystem in Richtung einer planetaren Schwelle treiben, die eine weitere Erwärmung Richtung "Treibhaus Erde" verursachen könnte, selbst wenn anthropogene Emissionen reduziert werden. Die Übernahme von Verantwortung für das gesamte Erdsystem ('stewardship'), sei damit noch dringlicher. Global Governance erfordert eine ähnlich umfassende, ganzheitliche Perspektive: Die Initiative "The World in 2050" unterstreicht in einem Bericht, der der UNO im Juli vorgelegt wurde, die Bemühungen, "über den sektoralen und fragmentierten Ansatz hinauszugehen, dem die Nachhaltigkeitsforschung bislang weitgehend gefolgt ist".

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"Parallele Trajectorien": Plattformen für Unternehmensregulierung entfernen sich von einheitlichen globalen Regeln

13.08.2018

In einem kürzlich veröffentlichten Artikel in der Annual Review of Sociology haben KHK-Direktorin Sigrid Quack und Marie-Laure Djelic, Co-Dekanin der School of Management and Innovation, Sciences Po Paris, die Literatur zur Globalisierung und Unternehmensregulierung unter dem Aspekt der transnationalen Governance untersucht. Die Autorinnen beobachten eine zunehmende funktionale Differenzierung und das Entstehen paralleler Bahnen transnationaler Governance: Monopolisierung, koordinierte Pluralität und konfliktiver Wettbewerb entwickeln sich nebeneinander. Gleichzeitig beobachten sie eine Abkehr von einer idealisierten Konvergenz um eine Reihe von einheitlichen globalen Regeln hin zu einer Anpassung an beharrliche kontextuelle Besonderheiten.

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"Erfahrung und Engagement" - Christine Unrau hat die Ideenproduktion der Globalisierungskritik untersucht

30.05.2018

Christine Unrau, Forschungsleiterin am Käte Hamburger Kolleg, untersucht in einer kürzlich erschienenen Monografie die "Motive, Formen und Ziele der Globalisierungskritik". In bewusster Abgrenzung zur soziologischen Perspektive stellt sie die Grundfrage der politischen Theorie nach der Begründung des politischen Engagements durch die Akteure selbst. Gegenstand der Analyse ist also die Ideenproduktion der Globalisierungskritik, "deren Kern die Überzeugung bildet, dass eingreifendes politisches Handeln, möglich, sinnvoll und sogar eine Pflicht ist."

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Dirk Messner zum Leiter der United Nations University UNU-EHS in Bonn ernannt

Die Universität der Vereinten Nationen (UNU) hat Professor Dirk Messner mit Beginn zum 1. Oktober 2018 zum künftigen Direktor ihres Instituts für Umwelt und menschliche Sicherheit (Institute for Environment and Human Security, UNU-EHS) ernannt. Professor Messner, einer der Gründungsdirektoren des Käte Hamburger Kollegs in Duisburg 2012, ist Ko-Direktor des Kollegs und Berichterstatter für das Politikfeld "Klimawandel".

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Leitbild

Das Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research will zum besseren Verständnis der Möglichkeiten und Hindernisse grenzüberschreitender Kooperation beitragen. In einer Lerngemeinschaft entwickeln Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen Fachrichtungen und allen Weltregionen die Umrisse einer zeitgemäßen Kooperationsforschung, um neue Wege globaler Politikgestaltung zur Krisenbewältigung und zum Schutz der globalen Gemeingüter zu erkunden. Unser Ziel ist es, zum Knotenpunkt eines sich daraus entwickelnden Forschungszweiges zu werden.

Das Käte Hamburger Kolleg „Politische Kulturen der Weltgesellschaft“ ist ein interdisziplinäres Zentrum für globale Kooperationsforschung (Centre for Global Cooperation Research) der Universität Duisburg-Essen. Es ist das jüngste von zehn Käte Hamburger Kollegs, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung als internationales geisteswissenschaftliches Forschungskolleg gefördert werden.